Donnerstag, 18. September 2008

Einstufungstest, Okonomiyaki, Supermarkt- und Handysuche

13. September - 18. September

Am Samstag war der Einstufungstest der Höhepunkt des Tages. Von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr haben wir gesessen und jeweils eine Stunde lang einen Test geschrieben - Grammatik, Hörverständnis und Lesen. Danach waren alle erstmal ziemlich geplättet. Natürlich war der Test dann auch der Gesprächsaufhänger bei der Wohnheimparty am Abend, wo es natürlich darum ging, die Leute kennen zu lernen.

Es gibt insgesamt 12 Stufen. Stufe 1 sind Anfänger bis Stufe 12, die Profis. Ich wette, Kurs 12 besteht nur aus Koreanern und vielleicht ein paar Chinesen. Außerdem gibt es ab Stufe 4 zwei..äh...verschiedene Profile? O_o...Comprehensive und Alternative. Ersteres ist normaler Unterricht, Letzteres beinhaltet auch Unterricht ganz auf Japanisch. Während das halbe Wohnheim darüber lamentiert, das es zu niedrig eingestuft wurde, finde ich, ist bei mir ein bisschen das Gegenteil der Fall. Ich bin überraschenderweise Stufe 8 C, obwohl ich allerhöchstens mit Stufe 6 gerechnet habe. Naja, wir werden sehen. Mein Stundenplan ist recht nett, ich habe nur am Montag, Mittwoch und Freitag Unterricht, wobei der Mittwoch allerdings von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr durchgängig besetzt ist. Mein bestes Testergebnis hatte ich im Lesen, im Hörverstehen bin ich allerdings ziemlich mies. Wobei das dummerweise nicht einmal daran liegt, dass ich nix verstehe, sondern dass ich mir das Gehörte nicht lang genug merken kann, wenn ich nicht alle Wörter kenne. Wie blöd. -_-°

Ja...ich stell euch mal ein bisschen die Leute hier vor. Ich glaube, der Direktor hatte gesagt, es sind 55 Universitäten hier vertreten. Shimoda ist mit 150 Zimmern oder so das mit Abstand größte Wohnheim, also sind auch alle möglichen Menschen hier versammelt. Die Leute sind hier in ganz unterschiedlichen Programmen: Die meisten sind JLP (Japanese Language Program), viele sind KIP (Keio International Program). Die haben Kurse auf Englisch und können, müssen aber nicht, Japanisch lernen. Dann gibt es noch Research Students, die irgendwelche Forschungsarbeit betreiben, 3-Campus-Program-Leute, die von drei verschiedenen Unis kommen und jeweils 4 Monate an einem der drei Campus..e sind und 'unabhängige' Austauschstudenten, die richtig hier studieren. Die Wohnheimsprache ist Englisch. Es wurden mehrfach Überlegungen geäußert, ob wir mit Semesterbegin nicht auf Japanisch umsteigen sollten, aber ob wir das schaffen, bleibt abzuwarten.


Hier seht ihr (v.l.n.r.) Carsten (Halle), Yael (Israel - Frankreich), Hanna (Schweden), =^.^=

Hier seht ihr (v.l.n.r.) Grace (Kanada), Larissa (Kanada), Jeniffer (Taiwan - Neuseeland), Fred (Belgien), Tim (Australien)

Das sind natürlich nicht alle. Jaha..und woher hab ich die Bilder? Natürlich von meiner neuen wunderschönen Kamera! :) Leider kann sie, obwohl ich drauf geachtet habe, nicht wirklich im Dunkeln fotographieren (oder ich hab die richtige Einstellung nicht gefunden). Jedenfalls nichts im Vergleich zu der Kamera, die ich beim letzten Japanbesuch hatte, also werden die Abendbilder wohl etwas knapp ausfallen. -_-
Aber sonst geht sie gut. Ich hab sie in - wo sonst - Electrotown Akihabara gekauft.

Ja....ansonsten gab es gestern noch eine Okonomiyaki-Party. Die japanischen Housing Assistants haben gekocht und alle eingeladen. War wiedermal sehr lustig, weil einige doch noch etwas an ihrer Stäbchen-Esstechnik feilen sollten. ;) Die Party kam gerade recht, weil ich zum Abendbrot nichts mehr zu Essen im Kühlschrank hatte.

Die Supermarktsuche ist auch so eine Geschichte. Irgendwie musste sich früher oder später jeder von uns auf die spannende Odyssee nach dem OK Mart Supermarkt machen, weil es dort nunmal am Billigsten ist (immer noch teuerer als in D.) Im Wohnheim hängt auch eine Karte, mit der man das Ding finden können *sollte*. Wir hatten jedenfalls die unterschiedlichsten Ergebnisse. Von 'ich hab stundenlang gesucht und nix gefunden' bis 'ich hab ewig gesucht und endlich was gefunden' bis zu 'ich hab ewig gesucht, nach Stunden was gefunden und mich auf dem Rückweg hoffnungslos verlaufen' war alles dabei, ich gehörte zur letzteren Kategorie. Spitzenreiter ist Jedoch Jun (Korea) gewesen, der den Supermarkt irgendwie gefunden hatte, sich danach aber so hoffnungslos verlaufen hat, dass er irgendwie am Hiyoshi-Bahnhof rausgekommen ist. Zum besseren Verständnis: Vom Bahnhof bis nach Shimoda sind es 15. Min. Vom Shimoda bis zum Supermarkt sind es auch 15 Minuten. Der Unterschied: Der Supermarkt liegt so ziemlich in der entgegengesetzten Richtung.

Ansonsten wollte ich noch eine letzte große Ausgabe tätigen (ich hab schon soviel Geld ausgegeben! ;_;) und mir ein bitter nötiges Handy besorgen. Da der Rest des Wohnheims sich mehrheitlich Prepaid Handys von Softbank besorgt hat und man mit demselben Anbieter kostenlos telefonieren und für wenig Geld kostenlos Nachrichten schreiben kann, wollte ich mir dann auch so eins kaufen. Ich war in verschiedenen Geschäften in Shibuya, in Harajuku, in Shinjuku...und es gibt an jeder verdammten Ecke Handyländen! Glaubt ihr, die hatten irgendwo noch nen Prepaid-Handy übrig? Alles ausverkauft...O_o..Und die Vertragshandys sind viiieeeeel zu teuer. Abgesehen davon, dass man beide in Deutschland nicht benutzten kann, wegen nicht-passiger SIM-Cards. *seufz*

Ja, ansonsten ist Trinken gehen auf japanisch mit jeder Menge Miese für mich verbunden. Hanna hatte jemanden kennen gelernt, also sind wir mit Larissa zusammen ausgegangen um trinken zu gehen. Astrid, besagte Bekanntschaft, hatte auch ein paar Leute aus einem anderen Wohnheim mit und es war recht lustig, vor allem da Aron, der am Ende vollkommen dicht war, mit jeder Minute lustiger wurde. Ja..wusstet ihr, dass man hauf Hawaii lebendigen Tintenfisch ist? Man fängt das Viech, spießt es auf, stülpt es irgendwie um (iiieeeh!) und isst die noch ein bisschen zappelnenden Fangarme. X_x.... muss echt lecker sein....
Zahltradition ist jedoch, dass man die gesamte Rechnung gleich durch alle teilt..lohnt sich für Wenigtrinker also gar nicht!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi ^^

Hab es jetzt auch geschafft deinen Blog zu lesen.
Ja den Hanko ... ich war mir nicht sicher und jetzt bin ich froh dass ich ihn habe, weil ich zur Resona Bank gehen werde die demnächst extra zu unserer Uni kommt. Ich habe nicht ein einziges mal eine offene Sumitomo Bank gefunden und habe es jetzt aufgegeben. O_o

lg tina

Zephyr hat gesagt…

Sag mir bescheid, ob das morgen mit deinem Handy geklappt hat, ja?
Ich werde übrigens am Do. zur Mitsui gehen. Meine studentische Betreuerin meinte, in der Nähe vom Yotsuya Campus gibts 'ne Zweigstelle und da geht sie mit mir hin :D.