Dienstag, 21. Juli 2015

Nara's Villen und Spielzeug - leider ohne Reh-Selfie - und Tenri

Am Wochenende um den 18. Juli herum befand ich mich früh mogens zusammen mit dem Rest des Landes auf dem Weg nach Kyoto - Juli, klar, verlängertes Wochenende durch den "Tag des Meeres" am 20. und außerdem das Sommerfestival der Festivals, DAS Gion-Matsuri, - außgerechnet da durfte ich zur Doushisha-Universität in Kyoto. Immerhin wurden die Shinkansen- Tickets freundlicherweise übernommen, so dass ich in zwei Stunden nach Kyoto rauschte und dann gleich nach Nara weiterfuhr: Diagnose ausgebucht. Herrlich, immerhin blieb der Rest des Landes in Kyoto und so gondelte ich des Morgens durch das halb-verschlafene Nara, da ich erst nach dem Mittag nach Tenri in die Bibliothek wollte. Bücher brauchen schließlich auch Mittagspause. 

Nara, wir erinnern uns, das war die Stadt mit den lustigen Glubsch-Rehen, die einem auf die Pelle rücken, wo man steht und geht, und die andauernd Naschen wollen. Dafür lassen die so ziemlich alles mit sich machen (achja, das weckt Erinnerungen an ein klein-flauschig-fettes Hamster-Vieh!). Reh-Nara im Jahr 2015 ist auch bereit, sich an die Moderne anzupassen - heutzutage trainieren die Rehbeine in die Selfie-Kamera zu lächeln. Demnächst werden sie den Selfie-Stick bestimmt freundlicherweise auch selbst halten können.  

Ansonsten gibt's nichts Neues - der Koufukuji ist immer noch nicht fertig, hier also mal wieder nur ein Bild von der Pagode. Ich beschloss, durch Nara-machi, das alte Nara zu schlendern, bis ich ab 11:30 etwas Essbares würde erstehen können. Vorher gibt es keine Lunch-Time und die Geschäfte sind entweder gechlossen oder die Menüs sind teurer. 

Nara-machi hat auch Erstaunliches zu bieten, wenn man sich die Zeit nimmt: Zum Beispiel eine alte restuarierte Villa, die man kostenlos besuchen kann, und ein ebenfalls kostenfreies Spielzeugmuseum. 
 
 Unter der Brücke nach Nara-Machi: Ein steinernes Bot voller Jizo-Fiuren mit Lätzchen. Und einer am Brückenrand angebrachten Spendenbox. 


 In so einer hübschen Villa mit Innengarten konnte man es sicherlich aushalten.

 Die Küche in bereits modernisierter Version

  
 So eine Art Holz-Decke habe ich zum ersten Mal gesehen
 Ein Schrank in japanischen Häusern.
 Anschließend kam das Spielzeugmuseum. Da haben Studenten alte Spielzeug-Bücher aus der Edo-Zeit (1603-1867) ausgewertet und die dort beschriebenen Spielzeuge oder Spiele nachgebaut.
 
 Dieses hier z.B. ist eine Art Pantomime - Mit Kimono und diversen Utensilien stellten Leute Figuren nach, die vor der beleuchteten Schiebetür erraten werden mussten.
 Oder dieser kliene Spielzeug-Affe mit beweglichen Händen, der sich eine Fuchsmaske aufsetzt, wenn man an einem kleinen Faden unter der Plattform zieht.

Danach machte ich mich bei Wind und Regen auf nach Tenri. Das Einzige, was sich geändert hatte, war, dass sie die große Fahne vom Haupteingang genommen hatten - Bei heranrückendem Taifun Nr.13 eine gute Idee.
 

1 Kommentar:

KissMeGoodBye hat gesagt…

Huhu,

ich hab deinen Blog 'wiederentdeckt', nachdem ich nun auch in meinen eigenen wieder reinschaue. ;)
Leider hab ich noch nicht alles gelesen. Aber Nara weckt in mir auch Erinnerungen ... :D
PS: Ich bin wohl ab dem 24. 9 da! Bis dahin ^^

Tina