Dienstag, 21. Oktober 2008

SFC-Fest, Kunstparty, Geburtstagsparty, LERNEN!

Ok, wir sind beim Sonntag, dem 12. Oktober 2008. Wir (Tina, Nancy, Katrin und ich) haben uns zum FSC-Campus-Herbstfest aufgemacht. Hätten wir zwar am Yagami.Campus auch wesentlich näher haben können, aber Rio (Freundin, die wir über's Tandemprogramm kennen) ist halt am SFC, also haben wir und auf die Socken gemacht. Tinas und Katrins neue Handys haben sich auch gleich bewährt als wir uns am Bahnhof Yokohama mal wieder alle nicht gefunden haben. Solche Riesenbahnhöfe müssten verboten werden! Naja, am SFc angekommen war alles hübsch geschmückt. Leider hab ich kaum Fotos gemacht, ich muss Tina mal um welche anbetteln..

Ein Unifest funktioniert in Japan so: Jeder Club bzw. jede AG, der/die mitmachen möchte, muss sich einen Stand organisieren und den dann betreuen. Dabei geben sich sie Jungs- und Mädels ordentlich Mühe, so dass wir so viel gefuttert haben wie selten zuvor in Japan. ^-^ Das verdanken wir vor allem der stark bemannten Rekrutierungsabteilung eines jeden Standen, die damit beauftragt war, alle Leute so lange zuzulabern, bis sie 'was kauften. Aber wenn man an einen Stand kam, haben sich alle so schrecklich gefreut, dass man bei ihnen kauft, da kann man schnell vergessen, wie viel Geld man an diesem Tag losgeworden ist..^^° Über mangelnden Absatz konnte sich jedenfalls keiner beschweren, möcht' ich meinen, vor allem nicht der deutsche Stand.


Der deutsche Stand Der arabische...


Rio, Shinobu und Johnny (wie schon angedeutet alle aus dem Tandemprogramm bekannt, bei dem Hallenser Studenten mit Keio-Leuten per Internet schwatzen konnten) arbeiteten jedenfalls hart, bei all dem Schwarzbier und der Bratwurst, die sie an den Mann bringen konnten. Rio hatte auch gleich das passende Kostüm dazu an..herrlich! (Fotos später)

Andere Clubs hatten keinen Stand sondern Performances zu bieten. So gab es drei Bühnen, auf denen Gesungen, getanzt und Gerappt wurde. Es gab Vorstellungen in traditionellen jap. Tanz und spanischen Tänzen usw., aber wir konnten leider gar nicht alles sehen. Wir haben uns die Tanzshow der Hip-Hopper/Street-styler/Free-styler/keiner Ahnung, irgendwie so, angeschaut. Die Jungs und Mädels haben in ihrer über eine Stunde langen Show möchtig beeindruckt! Unter den Tänzern hab ich dann noch Asuka entdeckt, bei der ich im Februar Homestay hatte. ;)


@ Anne und Nancy: Am Ende hab ich im Vorbeigehen noch Yasu und Shuuhei gesehen, hab aber zu langsam reagiert, daher konnte ich nicht mehr Hallo sagen. -_-° Toshi hat sich im übrigen auch auf dem Campus irgendwo versteckt gehalten, wie er schrieb, schade, dass wir den nicht erwischt haben..

Am Montag war ich mit Tina in Harajuku. Der Inhalt des anschließenden Shoppings ist aufgrund bestimmter eifriger Leser streng geheim. ;) Der Kiwi-Crepe war jedenfalls wie immer wunderbar lecker. Tokyo ist wirklich unglaubloch! Harajuku ist unglaublich überfüllt. Achja, für alle, die sich nicht erinnern: Harajuku ist der Shoppingdistrikt, in dem man für normale Preise hippen Krams kaufen kann. Wobei die Definition von "hipp" äußrst japanisch ausfällt. Ich hab' jedenfalls den Shop mit den gräßlichsten aller gräßlichen Modeverbrechen gesehen und frag' mich nicht mehr, wo einige Japaner ihre beschxxx Klamotten her haben.

Naja, zurück zum Thema: Shoppingdistrikt ist eigentlich zu viel gesagt, denn eigentlich ist es nur eine einzige Straße, die Takeshita-doori, die hier gemeint ist. Quer dazu verlauft die Omote-Sando, das zweite Ginza (heißt: Gucci, Prada, Armani etc.). Jedenfalls ist die Takeshita-doori immer überfüllt und an diesem Montag ganz besondrs, da Feiertag war. Der Lärmpegel dort ist ungemein immens, genauso wie auf der Omotesando. Als Tina und ich jedoch beschlossen, am Ende mal noch eine andere Seitenstraße auszuprobieren, standen wir quasi plötzlich mitten im Nirgendwo, heißt in irgendeinem Wohngebiet, so dass wir noch nicht einmal erahnen konnten, dass die Takeshita-Street eigentlich nur um die Ecke liegt. Dann haben wir noch (genau neben der verdammten Straße) einen Schrein gefunden, in dem absolute Stille herrschte. Wie machen die das bloß?



Dienstag und Mittag war lernen angesagt, und ich erinnere mich gerade (nachdem ich beim schreiben eigentlich schon drei Tage weiter bin^^) daran, was ich gemacht habe. Ich habe versucht, in der Bibliothek der Keio was zu finden. Ja...nachdem man geschnallt hat, dass die Bücher zwar auf dem Mita-Campus, aber nicht in der neuen sondern in der alten Bibliothek stehen, dass man dort nicht den Haupteingang benutzten kann sondern links ums Gebäude zur Hintertür hineinschleichen muss, dass man dortiges Treppenhaus nach dem Eingang absuchen muss, der sich in der dritten Etage befindet (alle anderen Türen sind zu, obwohl Bibliothek dransteht, man könnte ja meinen, dort gäb's keinen Eingang -_-°) und dass man in der Bibliothek tausend kleine Räumchen hat, die manchmal verbunden sind und manchal auch nicht, dann, ja dann kann man beten, dass man sich aufgrund der Klimaanlage nicht erkältet und dass ein Bibliothekar in der Nähe ist, um zum Ausgang zu weisen. Denn die Bücherregale sind fein beschildert, der Ausgang steht aber nirgendwo dran, und aus dem Raumgewusel wieder herauszufinden ist schon nicht so einfach.

Weiter geht es mit Donnerstag, dem 16. Oktober 2008. Ich hab' ja schon geschrieben, dass ich einen Kunstkurs besuche, wobei man den Namen getroßt in Kunst-Kaffekränzchen umbenennen könnte. Unsere gute Lehrerin ist jedenfalls so verplant wie sie Künstlerin ist (sie meinte, wir könnten uns ihre Kunst in 10 Jahren noch nicht leisten, muss wohl tatsählich irgendwie bekannt sein) und der "Unterricht" fällt daher sehr frei aus. Letzte Woche hatte jemand die Idee gehabt, dass man danach vielleicht Abendessen könnte, aber das das solchen Anklang fand, hatten wir nicht gedacht. Jedenfalls suchten plötzlich 18 Mann ein Restaurant und das ist in Japan ja quasi ein Ding der Unmöglichkeit. Aber unsere japanischen Mitstudenten haben ihr Handy gezückt und ein Zimmer orgnisiert. Restaurants haben hier oft eine Mischung aus europäischen und japanischen Stil: Vorne sind Tische wie bei uns, hinten sind abgetrennte Zimmer. Für 18 Mann gibt es jedenfalls nur Zimmer, was ja aber auch nicht blöd ist, weil es doch schnell recht laut wird. Der Abend war jedenfalls toll, auch wenn das Bezahlen bald länger dauerte als das Essen. Denn die europäischen Mitesser wollten einzeln zahlen, während die asiatischen die Rechnung durch alle teilen wollten. Jedenfalls haben wir es verpasst, verbindlich was festzulegen, so dass am Ende einige einzeln und andere zusammen zahlten, es ein einziges Chaos war, wir ewig brauchten und am Ende 8000 Yen fehlten. O_o...Naja, irgendwie haben wir's dann noch hinbekommen.


links: Yuichi (JP) versucht (Name vergessen USA) zu überreden, Wasabi zu essen. (schwarfes Zeug!) Hat der am Ende auch tatsächlich gemacht! O_o

rechts: Samsong (HK), ich, Honey (JP), (Name vergessen)

Beim nächsten Mal sollten wir festlegen, dass Trinken einzeln, aber das Essen getrennt bezahlt wird, oder so. Das Problem ist nämlich Folgendes: Essen wir immer in kleinen Portionen in einzelnen Schüsseln gereicht und zwar immer nur eine Art von Essen. Quasi Fleisch, Kartoffeln und Gemüse einzeln. Soll heißen, um gut essen zu können, muss man sowieso Mehreres bestellen, was dann aber für den einzelnen zu viel ist. Normalerweise wird also einfach irgendwas bestellt und jeder kann von jedem was auf seinen Teller tun, so dass man vieles probieren kann. Das ist ja auch nicht weiter schlimm, das Problem sind eher die Getränkepreise, denn natürlich ist eine Party eine Party und ein Teil der Gesellschaft will ordentlich trinken. Dabei schießt der Preis immens in die Höhe, ein Bier z.B. kostete ca. 5 €. Da aber vor allem die Frauen überhaupt nicht trinken wollten und es auch nicht getan haben, wollten sie nicht einsehen, dass sie die Bierrechnung der Männer mit bezahlen sollen, denn dann zahlt man plötzlich statt der angepeilten 700 Yen 2500 Yen. Achja...
Im Übrigen konnte ich mal die trinkfestigkeit von Asiaten aus der Nähe betrachten und stelle fest: Sie haben keine. Einer war nach 2 Bier jedenfalls nicht mehr in der Lage geradeaus zu laufen, so dass Yuichi ihn vorsichtshalber zur Toilette begleiten musste, Sorane (Japan) war nach 2 Bier irgendwie sehr müde. Der Chinse hat immerhin 5 Bier geschafft und bis auf auffällige Gesichtsröte gings ihm auch gut.
Der Rückweg war auch so 'ne Geschichte. Irgendwie fährt hier fasst jeder über Shibuya, ich aber über Meguro nach Hause, so dass ich fast schon bereit war für die Fahrt über Shibuya zu zahlen als sich noch zwei Meguro-Leute fanden. Namentlich Honey (eigentlich Kenji, fragt mich bitte nicht, wo er den Spitznamen her hat) und Masa/Wong/John aus Japan/China/USA, wohnhaft in Shimoda/Hiyoshi. O_o...ich weiß nicht, die beiden waren schon irgendwie komisch. Lags an den 2 Bier? Honey und ich haben jedenfalls bis zum Ende nicht richtig verstanden, welches nun der richtige Name unseres Mitfahrer ist und wo er denn nun herkommt, denn er hat jedesmal mit total ernster Miene was anderes erzählt. Dann trafen wir noch einen Freund von Honey in der Bahn, der sich als Thai vorstellte es dann aber irgendwie doch nicht war (?) und achja...naja. Ganz gentlemenlike hab ich jedenfalls den Sitzplatz bekommen und Honey hat mich noch bis zum Wohnheim begleitet, also wars in Ordnung. ^.^

Am Freitag ging's gewohnt früh raus, aber ich hab den Unterricht überstanden und es gab die nächte Party, die ich auch nicht ablehnen konnte, weil's Tammys Geburtstag war. -_-° Diesmal gings gleich zum Festpreis von 3000 Yen zum Trinken, Essen war aber auch dabei. Jedenfalls wurde vom Kellner andauernd was gebracht, wir konnten gar nich' alles essen. Ich hab' den zweiten Chinesen..ach falsch, den ersten Hong-Kong-ianer/nesen getroffen, der auch nicht trinken wollte. Wir haben uns größtenteils mit Saft über Wasser gehalten, auch wenn wir ein, zwei Cocktails gtrunken haben.


Chris (USA), Tammy (HK), ich, Samsong (HK).....ne Menge lustiger Leute

Der Alkoholanteil lag da aber bei 2 % oder so. Lusig war es jedenfalls und ich hab mal wieder mit Leutchen geredet, die ich vorher noch nicht so kannte, z.B. mit Michael (D) und Chris (USA). Achja, da freut man sich, dass man mal mit jemandem Deutsch reden kann und dann begeht man den Fehler, ihn nach seinen Forschungen zu fragen. Japanisch ist jedenfalls nix gegen Fachsprache Chemie, ich weiß immer noch nicht, was er nun macht, aber egal. Chris ist..lustig. Der Mensch hat die unglaubliche Gabe auf alles, aber auch auf alles, unglaublch übertreiben zu reagieren. Und dabei ein unglaublich ehrliches Gesicht zu machem. Man weiß einfach nie, ob der das ernst meint oder nicht. Jedenfalls kommt man sich Hälfte der Zeit ziiiieeemlich verarscht vor, wenn an mit ihm redet...O_o..Tammy hat sich jedenfalls über die Party gefreut und zur letzten Bhn hab' ich mich dann nach Hause verabschiedet, denn zur Disco bis um 4.00 Uhr muss ich dann echt nicht.

Zumal ich am Samstag vorhatte, recht früh ins Museum zu gehen. Das Tokyo National Museum hatte nämlich freien Eintritt für ausländische Studenten, das lässt man sich ja nicht entgehen. Und Yael und ich wollten den Massen aus dem Weg gehen, also sind wir früh los und stiefelten in Ruhe durch die Hallen. Das Museum besteht aus mehreren Gebäuden, wir haben aber nur 2 geschafft. In einem war japanische Kunst allgemein ausgestellt, also alles über Kimono, Porzellan, Keramik, Lackarbeiten, Schwerter, Buddhas zum Ukiyo-e und moderner Kunst. Das war nicht schlecht. Anschließend haben wir den Schatz des Horiouji-Tempel bestaunt, der hauptsächlich aus vielen vielen vielen Buddhastatuen besteht.

Zu Hause angekommen fand die wunderbare Spinnenepisode statt, die ich euch ja bereits en detail geschildert habe, so dass ich gegen 3 ins Bett bin. Am Sonntag war musste ich dann endlich verdammt viel lernen, weil es am Montag einen Test gab. Japanische Lehr- und Lernmethode! Es wurde uns gesagt, es kämen Partikel, verschiedene Satzstrukturen und zwei Fragen dran. Den Zettel mit den Partikelübungen haben wir am Freitag durchgenommen, die Satzstrukturen waren immer unsere Hausaufgabe und die zwei Fragen wurden wurden uns bereits gesagt (die Antwort steht im Lehrbuchtext). Im Klartext: lernt alles brav auswendig, dann funktioniert das Ganze. ;( Damit hab' ich dann auch den Sonntag verbracht.....bis 2.00 Uhr nachts.

Am Montag war ich also dank Schlafmangel der letzten vier Tage entsprechend gerädert, schade nur, dass das mein langer Tag ist, an dem ich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr habe - inklusive Test..juhu! Aber ich lebe noch. ^.^ Heute, am Dientag, dem 20. Oktober 2008 hab' ich mein Zimmerchen auf Vordermann gebracht und gelernt und meine verdammte HA immer noh nicht angefangen..langsam wird's kritisch. O_ö
So, Mutti mich andauernd wegen meiner Blog-Rechtschreibung anmeckert geh ich noch auf Fehlersuche und dann mach ich endlich Abendbrot!

Kommentare:

Anka Steffen hat gesagt…

ale masz tam jeszcze jakieś... (błędy)
;)
pa

Franziska hat gesagt…

;P byc moze jednak mozemy zorganizowac, ze bedziesz dwa tygodnie w moim pokoju...