Freitag, 29. Juli 2011

Japan Revival

Mittwoch, 27. Juli 2011


Tadaima! Ich bin wieder da! Ich ist Franziskas Mum, Uta Steffen. Auch in diesem Jahr findet mein Urlaub beim Franzl in Japan statt und ich habe mir Verstärkung mitgebracht: Freundin, Sportkumpeline und Hausärztin der family. Das ist bei uns 3 in 1, nämlich Claudia.



Trotz Strahlenvorbehalten ihrer Familie ist sie wild entschlossen, mit uns Asien zu erkunden. Dabei lief alles glatt, obwohl wir gewarnt wurden, für Fra./Main sei eine Stunde Umsteigzeit zu wenig. Da wir durchtrainiert sind, haben wir den Flieger pünktlich erreicht und ab ging die Fuhre. Die elf Stunden waren fix weg, nur geschlafen haben wir nicht. Die Nacht wurde sozusagen eingespart. Nachdem wir ein halbes Stündchen auf unser Gepäck gewartet hatten, nahm uns Franziska am Flughafen in Empfang und hatte auch gleich einen Plan: Schlafen fällt aus. Wenn wir schon in Narita sind, dann sehen wir uns das mal gründlich an. Meist kommt es zu kurz, weil man entweder mit Gepäck das Flugzeug erreichen oder nach einem langen Flug ins Bett will. Uns konnte nix erschüttern, früh um Neun ist alles noch ganz ruhig, die Pilgerkarawanen erklimmen die Tempelstadt (größter Shingon-Sekten-Tempel Japans) ungeheuren Ausmaßes erst später. Tempel und Pagode sind von einem wunderschönen Park umgeben, die Hauptattraktion ist - wie immer - ganz oben und erst nach vielen Treppen zu erreichen. Im Inneren des Tempels sind große

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Buddha- und Dämonfiguren (groß = viel größer als ich), aber man darf dort nicht fotografieren. So müsst ihr euch mit Bildern von außen und vom Gelände begnügen.
Zur Belohnung und Erholung gab es hinterher das erste Mittagessen, ganz locker auf Kissen gelümmelt. Schließlich holten wir unsere Koffer vom Flughafen, fuhren reichlich zwei Stündchen nach Hiyoshi ins Studentenheim und bezogen unser Zimmer. Bevor wir richtig müde wurden, gab's eine kalte Dusche und wir waren fit zum Einkaufen. Auf dem Weg zum Supermarkt ein Wunder: Der Himmel klarte auf und wir sahen - blass, aber deutlich - in der Ferne den Fuji!
Claudia war damit bereits am ersten Tag gelungen, was mir den ganzen letzten Japanaufenthalt nicht vergönnt war! Wenn das kein guter Anfang ist!



Nach Einkauf, Abendbrot und einer kurzen Landungs- Mail waren wir zwei Urlauber völlig k.o. und fielen ins Bett. Trotz bleierner Hitze und Luftfeuchtigkeit von ca. (gefühlt) 90% glang uns ein mehrstündiger Schlaf.


Der Donnerstag war ein besonderer, schließlich hatte Claudia Geburtstag. Und wir hatten die Chance, ihr etwas zu schenken, was es wohl so schnell nicht wieder gibt - eine Fahrt mit der größten "Uhr" der Welt. Das gibt es nicht? In Yokohama schon! Nach einer halben Stunde fällt man am Landmark Tower aus der Bahn und ist gleich am Hafen. Ein Vergnügungspark mit Achterbahn (wurde einstimmig abgewählt) und Riesen-Riesenrad (wurde einstimmig angenommen) verschaffte uns das Vergnügen, die Stadt von oben zu sehen.


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Hier unten seht ihr die "Uhr" im Hintergrund.




Das Wetter war immer noch sehr diesig, aber die nähere Umgebung konnten wir uns ansehen. Das Rad dreht sich gemütlich, so dass auch Höhenängstlichen nicht schlecht wird. Aus 113 m Höhe kann man ganz schön wit gucken!

Danach war Chinatown angesagt, bevor wir mit einem ausführlichen Stadtgang zurück am Tower anlangten und der Meinung waren, wir hätten uns unser Abendbrot- Bemmchen wahrlich verdient.

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Wir schwebten wegen eines frischen Baquettes im Supermarkt ein, haben noch ein Waschmaschinchen abgeschmissen und ich habe die mitgebrachten Fotos
des letzten Vierteljahres gezeigt, um Franz auf den neuesten Stand familiärer Festivitäten zu bringen. Sie bekam außerdem genauestens erklärt, wie und mit welchem Ergebnis ihr Leipziger Zimmer renoviert wurde, damit sie wieder besser schlafen kann und sich keine Sorgen um ihre Poster machen muss. (T_______________T - Anm. F.) Alsdann: komatöser Schlaf.

1 Kommentar:

Zephyr hat gesagt…

@ Uta: Klingt nach einem spannenden Start! Viel Spaß und gutes Durchhaltevermögen auch bei den kommenden Tagen.

@ Franzi: Wenigstens gibt es deine Poster noch. Damit haben sich doch zumindest die schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigt. ;)