Freitag, 13. März 2009

Ankis letzte Tage im feeernen Osten

Shinjuku

Nach den unzähligen Tempeln und Schreinen Kamakuras, musste am 20. des zweiten Monats des Jahres 2009 dann doch mal ein „Blasen- an- den- Füßen- schon- Tag“ eingelegt werden. Allerdings war dieser Tag von größter Wichtigkeit, da der Vorrat an American Toast, Wurst, Käse und Pampelmusen wieder aufgestockt wurde und wir somit am nächsten Tag nicht hungrig würden aufbrechen müssen. Franzi ihren neuen Konversationspartner treffen und ich den Blog auf den neusten Stand bringen konnte (Ich war dann aber doch noch mal in Tempelnähe und habe versucht einige Kunstfotos bei Regen zu schießen, so dass der Blog dann doch erst wieder in den Abendstunden geschrieben wurde).

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Shinjuku Pflaumenblüte

Weil es den Menschen wie den Leuten geht, weiß ich knappe 10 Tage später auch nicht mehr, was Franz am darauffolgendem Tag wichtiges zu erledigen hatten, während ich definitiv alleine nach Shinjuku zuckelte – ich hatte den Local erwischt... . In dem Wolkenkratzer- Viertel haben vor allem Kommerz-, Verwaltungs- und Regierungsgebäude ihren Sitz.Als erstes machte ich mich auf den Weg zum SUMITOMO- Gebäude, welches – oh, Wunder – eine kostenlose (Das ist 3 „!!!“ wert!) Aussichtsplattform anbietet. Da ich mal wieder ohne Stadtplan unterwegs war, nahm ich nicht unbedingt den kürzesten Weg dorthin und bewunderte zunächst ganz andere Wunderwerke der Glas- und- Beton- Baukunst. Und weil es zwischen Beton und Glas genauso wenig Unterschiede gibt, wie zwischen rotem und einfachem Holz, habe ich auch beim besten Willen irgendwann die Namen der Wolkenkitzler vergewechselt, verdreht oder auch schlichtweg vergessen. Sorry… Jedenfalls ging ich irgendwann dann doch in das Sumitomo- Gebäude rein – ich war jeden Falls fest davon überzeugt, es zu tun. Nach einigen Orientierungsminuten wusste ich aber, dass es sich nicht um das gesuchte „Häuschen“ handelt. Stattdessen habe ich so zufällig ein Paar Socken mitgenommen. Wie jetzt? Welche Socken? Also, für alle die nicht wissen, dass eben in jenem ganz konkretem Verwaltungsturm die Haupttouristeninformation lokalisiert ist, vor deren Türen eben an jenem ganz konkreten Tag von ein paar Leutchen eine Umfrage durchgeführt wurde, nach deren Beantwortung man sich ein Paar japanischer Socken aussuchen durfte, sei dies an dieser Stelle mal gesagt ☺. Meine Wahl der kleinen Männer Socken in blau viel nicht schwer, da die schweinchenrosa Frauenvariante mich wenig ansprach, den Umfrageführenden mal wieder den so diskret- verwunderten Blick eines etwas verstörten Japaners hervorlockte. Kann mir aber wurscht sein – ich hab’ jetzt blaue japanische Socken mit getrennter großer Zehe – ob sie passen, ist eineganz andere Frage, die ich noch nicht beantworten kann. Vorbei an den beiden Tokyotern Metropolitan Government Buildings Nummero 1 und 2 ging es weiter, bis irgendwann ein Pflaumenbaum auftauchte.

Nachdem „Pflaumenblüten- vor Government- Building“ – Photos im Kasten waren, ging es weiter durch die Betonschluchten von Shinjuku. Upps, Bahnschienen. Ich glaub’, da wollte ich nicht hin, zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt. Egal, Rückzüge werden nicht gemacht und somit überschritt ich die deutlich bemerkbare Grenze zwischen Ost- und West- Shinjuku. Das erste was ich sah: Eine wartende Menschenschlange vor einem Imbiss. Nun sind wartende Menschenschlangen in Tokyo nicht sooo ungewöhnlich, diese war aber schon etwas komisch, wurde doch die Menu- Karte schon vor den Türen des Lokals studiert und die Bestellungen von einer ewig- lächelnden Kellnerin bereits entgegen genommen. In der Ferne schimmerte das Ziffernblatt des höchsten be- uhrten Turms der Welt in der Sonne. Hm, wohin nun? Nach rechts zum Turm, oder nach links zum bunten treiben West- Shinjukus? Ich entschied mich für das letztere, da ersteres nur möglich gewesen wäre, wäre ich auf die Bahngleise gesprungen und ihrem Lauf gefolgt. Nun, ich wollte nichts riskieren (O_oV) und wandte mich nach links. Baustelle. Riesen Baustelle. Wenn wunderst? Große Stadt, himmelhohe Betonklötzer, also gezwungenermaßen auch riesen Baustellen. Baustellenlärm war allerdings nur unterschwellig zu vernehmen, da 3 Straßenmusiker auf Gitarre, Geige und einem als Trommel fungierendem Holzlautsprecher für eine Geräuschkulisse ganz anderer – angenehmer – Art sorgten. Die von J-Pop und J-Rock erheblich abweichenden Klänge, verleiteten jedoch nicht nur mich innezuhalten; auch 20 – 30 Japaner hörten zu und klatschten verhalten Beifall.

Dem Baustellenzaun folgend, kam ich an eine Kreuzung. Vier Möglichkeiten der Richtungswahl drängten sich mir auf. In der Ferne glänzte weiterhin das Zifferblatt des höchsten Uhrenturms der Welt. Die Entscheidung war gefallen. Hm, diesen Turm muss man nicht unbedingt gesehen haben – aus der Ferne völlig ausreichend (Das konnte ich ja aber vorher nicht wissen). Die Straße gabelte sich nicht und damit viel auch die Wahl einer anderen Himmelsrichtung weg und so kam ich irgendwann in eine mir schon bekannte Gegend – den Yoyogi- Park.

Warum nicht? Mal sehen, wer wieder welche Kunststückchen übt (Der Yoyogi- Park ist wahrscheinlich die größte öffentliche und frei zugängliche Übungsfläche für alles, was der Mensch so im Stande ist zu tun: Von Gitarreüben, Jonglieren mit Bällen oder Keulen, Saltos mit Fahrrädern, Frisbee-köpf- Übungen (so sah es jedenfalls aus…) und das Einstudieren eines Tanzens mit 15 Mitstreitern).

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Da während des Harajuku- Trips an meinem zweiten Tag in Tokyo keine Zeit mehr war, um ein paar Photos des Olympiastadiums zuschießen, holte ich das jetzt nach. Der Tag neigte sich schließlich der Dämmerung zu und verflixt! Das Sumitomo- Gebäude habe ich ja immer noch nicht erklommen. Die kostenlose Aussichtsplattform einfach so auslassen? Nee, kam nicht in Frage, wo ist sonst noch eine kostenlose Aussichtsplattform? Eben. Also wieder zurück. Quer durch den Yoyogi- Park (Warum heißt der eigentlich so ähnlich wie „Jojo-Park“? Hat vielleicht etwas mit einem früheren Jojo- Über zu tun ☺), unter den größten Brückenkreuzung hindurch, näherte ich mich den zwei Türmen des Metropolitan Government- Gebäudes von „hinten“. Quasi im Hinterhof der Kolosse breitete sich mir das weniger frohe „street - life“ aus. Ohne Worte:Dann, irgendwie plötzlich, stand das Sumitomo- Gebäude dann vor mir. Ich ersparte mir die Treppen ☺ und stieg in den Lift und betrachtete mal wieder das Lichtspiel der unzähligen Werbetafeln, Straßenlaternen, Ampeln und Baumbeleuchtungen von oben, während über der Stadt die Nacht hereinbrach.

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Odaiba


Mein 10er Tag in Japonien. Da meine zeitweilige Begleiterin noch nicht in Odaiba gewesen war, kam sie an jenem kühlen, aber zu Anfangs noch sonnigen Tag, wieder einmal mit. Odaiba ist eine künstlich aufgeschüttete Insel in der Bucht von Tokyo und wurde zu einem Spielplatz für Architekten – wie es scheint. So bald wir aus dem Zügele ausgestiegen sind, waren wir auch schon auf dem richtigen Weg zu dem wohl beeindruckendstem Bauwerk der Insel – dem Tokyo Big Sight. Die futuristisch aussehende Konstruktion aus 4 umgestülpten und miteinander verbundenen Pyramiden ist ein Konferenz- und Messezentrum.

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Tokyo Big Sight kann vielseitig genutzt werden - unter anderem ist es auch als Rekreations-Plätzchen für Businessmänner bekannt. ;) (Man beachte die beiden Schlafmützen auf dem Rasen)

Nachdem auch wir einmal die Rolltreppen und „Fließbänder für Menschen“ ausprobiert hatten, verließen wir das Gebäude aus einer sehr unspektakulären (normalen, einfachen, allerwelts) Tür wieder und umrundeten es quasi auf einer Art Brücke von der man eine fabelhafte Sicht auf das Gelände hatte. Wofür so ein Grundstück alles gut sein kann, sahen wir nach wenigen Schritten. Auch dieses Bild bedarf keines Kommentars ☺.


Anschließend machten wir und Richtung Hafen und „Palette Town“ –einem Vergnügungspark auf. Während wir so dahin und -lang spazierten, passierten wir das „Wedding Village“ (Hochzeitsdorf) und ich begegnete den ersten frei- rumlaufenden Cosplayern (die einem in Leipzig höchstens einmal in Jahr zur Leipziger Buchmesse in der Manga- Abteilung begegnen). Cosplay = Ich (also nicht wirklich ich, sondern andere) verwandle mich in meine lieblings Mangafigur (Manga = japanische Comics).

„Palette Town“ kam näher und näher und dann waren wir auch schon drin und kamen genau zum richtigen Zeitpunkt, um einem (wahrscheinlich zuvor im Yoyogi- Park übenden) self- made Straßendarsteller bei seinen kleinen Kunststückchen zuzusehen. Von unseren erhöhten Stehplätzen hatten wir gute Sicht und so sahen wir uns das Dargebotene bis zum Ende an.

Ohne den Vergnügungspark auch nur mit der Fußspitze zu betreten und das Riesenrad auch nur bestiegen zu haben (was in japanischen Dramen ja fast Pflicht ist…) zogen wir in Richtung Fuji- TV- Hauptsitz von dannen. Dabei kamen wir am Katzenparadies vorbei (obwohl ich mir nicht so sicher bin, ob es sich nicht eher um das Paradies für Katzenbesitzer handelt…) und einem Esslokal, bei dem wir dann später einkehren sollten, um zu schmausen. Was ich da aber gegessen habe, habe ich mir namentlich leider nicht merken können -_-***. Gyuudon

Des Weiteren machte ich mich auf meine ganz persönliche Art und Weise über den American Way of Life (und auch meine eigene Schwäche für Schokolade) lustig und schauten von der kleineren Insel auf das Wolkenkratzerpanorama von Tokyo auf der größeren Insel. Nachdem wir die Fuji- TV- Residenz passiert hatten, marschierten wir zielgerichtet auf das gläserne Schiffsmuseum zu, um dann unbeirrt wieder zurück zu schreiten, da es mittlerweile wieder ungemütlich kalt wurde. Was bietet sich als Warteort auf die Dunkelheit besser an, als ein kleiner Imbiss- Shop, in dem es geheizt ist und man was zu essen bekommt (was zwar etwas befremdlich aussieht, aber doch geschmeckt hat)?

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Nichts, und deswegen sind wir in das zuvor schon erwähnte – mir dem Namen nach unbekannte – Kleinigkeiten- Restaurant gegangen und haben gespeist. Mit vollem Magen und vor allem aufgewärmt, schlenderten wirabermals zur Panoramaausblickstelle und schossen unsere gewollten Photos der Rainbow- Bridge vor Hochhauskulisse bei Nacht. Auch das blinkend- wechselvolle Farbenspiel des Riesenrades von „Palette Town“ ließen wir uns nicht entgehen. Dann war es aber wirklich an der Zeit den wieder etwas längeren „Kurzausflug“ nach Odaiba zu beenden, da ich sonst Gefahr lief, meine an der Kamera festgefrorenen Finger nicht mehr von ihr loszubekommen. Wäre etwas unangenehm gewesen…Eine einheitlich grau- gefärbte Decke von tief- schwebenden Wolken, aus denen es sachte, aber beständig Bindfäden regnete, begrüßte uns am nächsten Morgen mit dem ersten Liedaufschlag. Stadtgang macht bei solchem Wetter nur begrenzt Spaß – wenn überhaupt – und deswegen musste ein sinnvoller Tagesplan her.



Während des Frühstücks wurde das Flyer- Material der Haupttouristeninformationsstelle auf dem Tisch ausgebreitet und sondiert. Das Tokyo Sea Side viel mir doch sofort ins Auge. Es gab es doch – das maga-giga Aquarium in Tokyo. Nichts wie hin! Das Angebot eine von mir bezahlten Eintrittkarte ließ sich auch mein Schwesterchen nicht entgehen und kam mit. Die Kuppel über dem Wasser sah schon vielversprechend aus.

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Voller Erwartung bestiegen wir die Rolltreppe, die uns ausnahmsweise nicht noch weiter über den Meeresspiegel in irgendeinen x- Stockwerk befördern sollte, sondern uns unter den Meeresspiegel fuhr. Allerdings war es dann doch nicht so ein Wassererlebnis, wie ich es mir vorgestellt hatte (dieses Erlebnis muss also doch solange warten, bis ich nach Osaka komme ☺). OKINAWAAAAAA!!!Obwohl die Pinguine ganz putzig gewesen sind und das Aquarium auch sonst ganz schön war, konnte es das International Aquarium des SunShin60 nicht übertreffen. Na egal, wenigsten haben wir so einen völlig verregneten Tag doch noch erlebnisreich hinter uns gebracht.

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Am Abend erwartete uns noch eine „Veranstaltung“ kulinarischer Natur. Zusammen mit einer Freundin von Franzi gingen wir in das nahe am Wohnheim gelegene Okonomiyaki- Restaurant und probierten uns selber mal beim Okonomiyaki- machen aus. Unter den wachsamen undmeistens halb belustigt dreinschauenden Augen des Meisters, drehten und wendeten wir unseren halbfertigen Okonomiyaki, hatten unseren Spaß und sorgten gleichzeitig für die Unterhaltung des Kochs, der meinen Versuch das aufgeschlagene rohe Ei auf der heißen Platte zu einem kreisförmigen Spiegelei zusammenzustutzen mit einem mitleidigen Lächeln quittierte. Unsere, in der Ausfertigung vielleicht etwas schiefen und krummen Okonomiyaki, schmeckten nichts desto trotz hervorragend.


Kaiserpalast und Akihabara

Auch der nächste Tag war nicht gerade einladend, aber was soll’s, ich hatte den Kaiserpalast noch nicht gesehen und außerdem brauchte ich dringend ein neues Speichermedium für meinen immer größer werdenden Bilderhaufen auf dem Compi. Zudem musste dringend eine neue Tastatur angeschafft werden, da nach einem Missgeschick mit für die Teetasse bestimmten Wassers, nicht mein Tee auf- gegossen, sondern die Tatstatur des Rechnern be- gossen wurde und anschließend einige Buchstaben ertrunken zu sein schienen, da sie auf dem Bildschirm – auch nach mehrmaligem Drücken – einfach nicht auftauchten. Schöner Mist. Zum Glück war nicht ich es, die das Wasser ver- gossen hatte… -_- Nun ja, besser wird es davon nicht; hoffentlich wird er nach dem Trocknen wieder funtzen! *Dauemndrück*

Jedenfalls drehten wir eine schnelle Halb- Runde um den Palast, machten das obligatorische Photo und gingen dann zielstrebig auf das International Forum zu. Ich machte auch dort – im beginnenden Nieselregen – mein Photo von der gläsernen Wandkonstruktion und schon saßen wir auch schon in der Metro in Richtung Akihabara – der Elektrostadt. In zwei – drei größeren Elektrofachgeschäften machten wir uns über etwaige Preise für einen neuen Laptop schlau, falls der alte doch dem Geist aufgeben sollte. Nachdem dies geschehen ist, war die Hoffnung, dass der alte doch noch durchhält, nur noch größer ��. In einem etwas kleinerem Laden erstanden wir dann eine Tastatur und einen Stick, der sich als ausreichend groß erwiesen hat ☺. Nachdem ich auch noch einen kurzen Blick in die etwas kleineren Krimskrams- Kabel- und- Stecker- Sträßchen geworfen hatte, machten wir uns in Richtung warmer Küche im Wohnheim davon.Der letzte Tag meines Japanaufenthaltes brach anUngemütlich und regnerisch fing er an… .

Nach dem meine 7 und Franziskas 20 Sachen (die ich schon mal mitnehmen sollte) gepackt und in meiner Tasche verstaut waren, war klar, was ich machen würde – unklar war nur, ob meine bessere Hälfte mitkommen wollte. Gnädig wie sie ist, meinte sie zu mir, dass sich mich an meinem letzten Tag schließlich nicht alleine ziehen lassen könne – iss’ das eine Schwesterliebe! Gnädig wie ich gewesen bin, habe ich ihrsogar erlaubt mich zu begleiten ☺. Das beim letzten Mal unauffindbare Metropolitan Art Space sollte diesmal gefunden werden! Dem „Matropolitan Exit“ zustrebend (von dem mich diesmal keine Herde trennte), traten wir ins freie und standen eigentlich schon fast davor. Was beim meinem ersten Ikebukuro- Aufenthalt schief gelaufen ist, kann ich immer noch nicht sagen; fest steht nur, dass das unShine60 diesmal nirgendwo auftauchte -_-°. Irgendwas ist da faul… . Jedenfalls sah ich diesmal auch den „Ikebukuro West Gate Park“ – dem Schauplatz des Geschehens eines japanischen Dramas und einem Paradebeispiel eines Betonplatzes mit zwei Bäumen ☺.

Nachdem uns die Rolltreppe auch diesmal wieder einige Meter mehr über den Meeresspiegel hoch- rollte, standen wir vor der Galerie. Wir lugten hinein – sie war tatsächlich kostenlos (!) zu besichtigen und wir betraten die Räumlichkeiten. Einen roten Faden konnte ich allerdings nicht erkennen und einige Arbeiten waren – vorsichtig ausgedrückt – etwas eigenartig. Eine Arbeit gefiel mir aber außerordentlich gut. Sie hatte etwas Picasso- haftes während der Künstler wahrscheinlich seine „bunte Phase“ hatte und stellte „Eumel“ dar. Ich nenn’ sie ganz einfach mal Eumel – auf mich wirkten sie jedenfalls wie lustige Kerlchen. Ich weiß gar nicht mehr, was die Eumel gemacht haben; ich glaub eines erinnerte mich an Eumel im Park, oder auf Picnic, oder so ähnlich. Allerdings war die Ausstellung relativ klein und so waren wir nach einer knappen halbe Stunde fertig und standen wieder am Eingang/ Ausgang. Da kam mit großen Schritten ein freundlicher Herr auf uns zu und sprach uns an. Ich verstand öhm… nix. Franz verstand etwas, aber nicht alles. Jedenfalls versuchte er es dann mit etwas bröckelnden Englisch und irgendwann gingen bei mir die Lichtlein an und ich verstand, was er uns mitteilen wollte – nämlich dass dies eine Ausstellung Geistig behinderter Menschen sei. A- ha… so war das also. Anschließend bat er uns, das Spiegelbild unseres Herzens auf ein Blatt Papier zu malen. Wie das bei Steffens so ist, dauerte das Malen an dem Spiegelbild unseres Lebensmotors wesentlich länger, als unser Streifzug entlang der ausgestellten Bilder. Nach der Abgabe unserer Kunstwerke, wurde Franz noch einmal freundlich gefragt, wo bei ihrem Bild „oben“ und wo „unten“ sei und dann wurden sie auch schon ans Fenster geklebt, wo zum Schluss aus den vielen verschiedenen Spiegelbildern ein Gesamtkunstwerk entstehen soll. Das letzte Foto in Japan schoss dann auch der freundliche Herr von der Ausstellung und damit soll dann auch mein Blogbeitrag beendet werden.

1 Kommentar:

Anka Steffen hat gesagt…

nie Okinawa, a OSAKA.
Wiem, o czym mowie!
Z reszta, mozna tez pojechac do Valencii, do Oceanografico, tam tez maja takie akwarium ;)