Mittwoch, 12. Oktober 2011

Ende der Gluthitze..

...Ich will meinen Sommer wieder haben! -.-

Naja, aber Mitte September war natürlich noch Bombenwetter. Nachdem ich von meiner Reise wieder gekommen war, galt erst einmal: Ausruhen! *-* Und Ferien-Plan abarbeiten, mit dem ich noch nicht allzu weit gekommen war. Unterbrochen wurde das Ganze aber schon bald durch die hereinbrechenden neuen Heerscharen: Shimoda lebt wieder! Dieses Semester sind ein Haufen "Wessis" gekommen, so dass es a) nicht mehr so verlassen auf meiner Etage ist, was sich b) dadurch äußert, dass die Küche wieder aussieht wie sau (O_ö°°° glänzen seit neustem mit dem Titel "dreckigste Küche im Haus") und c) in ausschweifendem Party-Leben, dem ich mich ab und an anschließe. :)
l: 10. September, *-*, Aspasea (USA), Kamelia (Kroatien), Kata (DE)
(Ich borge in diesem Blog fleißig Katas Fotos, danke! :)

Zeit hatten die Leute ja schließlich, denn das Semester hatte noch nicht angefangen. Aber auch unser geplagter MA-Kurs hat sich die Sommer-Sonne nicht nehmen lassen: Ganz im Sinne der Wissenschaft (wenn auch nich' direkt "unserer"^^) sind Jacqueline, Nancy und ich am 11. September 2011 nach Ueno aufgebrochen, um eine Ausstellung zu griechischer Kunst zu sehen. Da wurden einmal mehr Unterschiede zwischen Asien und Europa deutlich. Griechische Kunst wird bei uns ja doch eher in thematischen Ausstellungen präsentiert, während es in Ueno quasi die Basis-Variante "Was man über das Antike Griechenland wissen muss" vorgestellt wurde. War zu Auffrischung nicht schlecht und wir haben herausgefunden, dass Meerjungfrauen sowohl Nixen als auch Sirenen sind bzw. dass Sirenen Halb-Vögel oder eben auch Halb-Fische sein können. :D Im Anschluss bot und eins der seltenen Freiluft-Cafés ausverkaufte Spaghetti und nach dieser Stärkung spazierten wir noch nach Akihabara, um uns dort preisgesenkte Oma-Hüte nicht zu kaufen. War doch auch mal was. ;)

l: Jacqueline, u:Nancy, r: *-*

Am 12. hatten wir noch einmal Zeit und wegen des Placement Tests aufzuregen, den ich am 13. September zum glorreichen 4. Mal betreten durfte. -.- Immerhin, endlich in Level 12/12. :D Danach ging es schnurstracks nach Shinjuku, wo ich mich mit Yael (Israel/F/seit neustem auch PL), die ich noch von vor zwei Jahren kannte und die gerade an dem Tag gelandet war, die Feinheiten japanischer Handyverträge erkunden durfte. Die im Endeffekt sowieso alle nicht gingen, weil Yael noch nicht angemeldet ist und dies auch noch eine Weile nicht sein würde, denn sie hatte noch keine Wohnung. Dabei ist es äußerst interessant, dass Handy-Kauf in diesem wohlreguliem Land doch jedesmal anders abläuft. Das ging dann ungefähr so:

Verkäufer: Wir brauchen Ihre Telefonnummer.
Yael: ...Ich bin gerade dabei, bei IHNEN mein Handy zu kaufen.
Verkäufer: Naja, Ihre Festnetznummer.
Yael: ..Ich habe hier keine Wohnung.
Verkäufer: Aber Sie wohnen doch bei Ihrer Freundin.
Yael: Die hat aber kein Festnetz.
Verkäufer: (überlegt) Na gut, dann nehmen wir die Nummer von Ihrer Uni. (Zückt sein iPhone und notiert die Telefonnummer der Keio.)

ö_ö Hauptsache, er weiß, was er damit will, wa. Das geht aber noch besser.

Verkäufer: Das System will Ihren Pass nicht. Wir brauchen zur Verifizierung Ihre Heimadresse. Haben SIe die im Pass stehen.
Yael: ....im Pass? (Sie zückt Ihren israelischen. Das steht logischerweise nix. Ihren französischen: nix. Ihren polnischen: nix.) Sehen Sie, in Pässen stehen keine Adressen.
Verkäufer: Hm..wir brauchen aber unbedingt Ihre Heimadresse... (Geistesblitz) Sie können Sie doch einfach hineinschreiben!
Yael: ....ö_ö In den Pass?
Verkäufer: (Zweiter Geistesblitz) Nehmen Sie doch einen Bleistift.
Yael: (Nimmt ihren israelischen Pass. Der ist bis auf die letzte Seite voll. Nimmt ihren französischen Pass: der ist ebenfalls randvoll. Nimmt ihren polnischen Pass... ist sich aber nicht sicher, ob sie den jetzt ernsthaft vollkritzeln soll)
ich: (Schaue in den polnischen Pass. Auf der letzten Seite gibt es ein Adressfeld, falls man den Pass einmal verlieren sollte. Sehr sinnvoll, bei einem Pass. Da steht schließlich keine Adresse, wie wir jetzt wissen. Ich zeige es Yael)
Yael: (Kritzelt ihre Adresse auf die Notizseite mit Bleistift)
Verkäufer: (Schaut seeeeehr erleichtert)

Hauptsache, es hat alles seine Ordnung, sag ich da nur.


Nach zwei Stunden hatten wir jedenfalls erfolgreich eine SIM- Karte für Yael altes Handy gekauft, was wir im Coffe Culture dann be-Kaffee-n mussten. Und dann musste ich mich schon sputen, um auf mein erstes dir en grey Konzert dieses Jahr gehen zu können.!!! :D Das war auch noch kostenlos, yay! (Vergessen wir jetzt mal den Preis des wahnsinnig teueren Special-Edition-Albums, das man erstmal hatte kaufen müssen, wegen des Codes.)

links: Club Citta-Eingang, r: Blumensträuße für den Tour-Auftakt vom Platten-Label und zwei weiteren Firmen. Normalerweise sieht man so etwas nur bei Geschäfts-Neueröffnungen, wo die Nachbargeschäfte dann diese Blumengestecke schicken (müssen).

Zwei Tage hatte ich Zeit, um meine Knochen wieder in die richtige Position zu richten, danach stand...mein zweites dir en grey Konzert dieses Jahr an! :D Dafür hatte ich eine Karte gekauft, bevor ich wusste, dass es ein Freies Live geben würde. ^.^ Wer braucht schon Sport, wenn es Rockkonzerte gibt.

Am 17. September folgte dann eine Monja-Party mit Leuten von..lasst mich überlegen... keine Ahnung. Vergesst nicht, Nancy ist mein Termin-Planer, ohne sie weiß ich nichts. Jedenfalls waren Yasu, Ryuichi und Atsushi vom Gasshuku da und das war Grund genug, um mitzugehen. Die Monja waren mal wieder richtig klasse, vor allem nach Dessert-Monja. :D Zur Erinnerung: Bei Monja hat man eine Schüssel voller Gemüse und so etwas wie Eierkuchensoße. Man brät erst das Gemüse auf der Tischplatte an, formt daraus einen Rind und gießt die Soße hinein, die man auch etwas köcheln lässt. Dann mischt man alles, bis es aussieht wie Brei und schaufelt es von der Platte. :D Das ganze kann man aber auch mit einer Cornflakes-Bananen-Schlagsahne-Mischung machen. Hmmmm...!!
Man, war ich müüüde. Von den Konzerten, dem ewigen späten Schlafengehen. In der Bahn hatten wir mit Nancy noch drüber geredet, dass wir dieses Jahr wohl kein All-Night durchhalten würden. Hahaha. ha ha. ha... Die verdammte letzt Bahn ist schneller weg, als man denkt. Und wenn an so gemütlich mit allen am Flussufer sitzt, ist man auch wesentlich entschluss-unfreudiger als gesund wäre. An dem Tag bin ich jedenfalls nicht mehr ins Bett gekommen^^°

Ok, also das rechte Foto da, das sind nicht wir! XD Immerhin hatten die drei es noch geshafft, über das einzige Stück Grasfläsche in Ginza zu stolpern, nicht schlecht oder! :P

Leicht gerädert ging der Marathon am 18. September weiter. Das kommt davon, wenn man a) seine Pläne von wem anders machen lässt, b) keinen überblick darüber hat, wo man überall eingeplant wurde und c) nicht nein sagen kann. Aber es war ja auch das Treffen mit den Japanern, die in Halle Auslandsjahr gemacht hatten, also konnte man das auch schlecht verpassen. Es war jedenfalls schön, und bei einer Runde Indisch-Essen wurden wir alle über das Neuste vom Neusten aus Halle geupdatet. Jetzt kann man wieder ordentlich mitlästern, wenn das mal nix is'. :)

v.l.: Natsumi, Jumpei, Judith, Kasumi, *-*, Nancy, Akiko. r: Wir sind an einem Straßenfest in Shibuya vorbeigekommen. Hätte nicht gedacht, dass im vollsten Stadtteil Japans an einem Sonntag noch Platz ür Straßenumzüge ist. Wieder was gelernt.

Abends trudelten wir dann noch pünktlich zum Ende der Shimoda-Welcome-Party ein. Einerseits schade, aber andererseits sind die Leute dieses Mal ja auch nich' so scheu, so dass man sich auch so kennen lernen kann. Und: Meine Küchen-Koreanerin Hee-Yun hat jetzt nach einem halben Jahr festgestellt, dass sie mit mir reden kann. Was ein Erfolg. Das tut sie jetzt auch oft und gerne, wie's aussieht. :)

Am 19. September war Alternativ-Lernen angesagt. :D Die Methode funktioniert ganz einfach: Man stelle sich für seinen Lernerfolg eine greifbare (!) Belohnung in Aussicht und gehe mit Aufpasser, so dass man bis zur Belohnung auch mit dem Lernen durchält. Sprich: Nancy und ich setzten und in den Zug und bimmelten nach Enoshima. An den STRAND!!! Also wirklich: Super-Sommer und kein Meer, das kann ja wohl auch nicht angehen. :D Es war jedenfalls der letzte Tag grandioses Strandwetter in diesem Jahr, ich hab Sonnenbrand bekommen ohne Ende und es hat Spaß gemacht wie Sau. Das Meer spülte in einem fort ziemlich große Wellen an, so dass wir uns alle 1,5 h fröhlich reinklatschen konnten. Ich hab' auch zum ersten Mal ein Surfbrett ausprobiert, so ein kleines. Wenn man die Welle richtig erwischt, fetzt das wirklich. Man flitzt einfach übers Meer wie nix. Aber so ein Meer hat schon ganz schön Kraft.^^ So ganz alleine ohne Papa und Opa hab' ich mich nicht weit hinausgetraut, auch wenn man hinter den Wellen besser hätte schwimmen können. *lol*
An dem Tag hab' ich jedenfalls mehr Seiten Buch geschafft als bei einem Lerntag im Studierzimmer die Woche zuvor. Yay, Strategie aufgegangen.

Der Mensch, der uns sein Board geliehen hat. Danke! :D

1 Kommentar:

Berta Fatso hat gesagt…

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