Freitag, 3. April 2009

Gasshuku! Teil 4: Ja, wat war denn noch los?

Sonntag, den 8. März 2009 haben wir dann mit der Gruppenarbeit begonnen. In meiner Gruppe wren Lina, Shunsuke, Shuhei und Makiko. Ja...zum Thema "übermitteln" haben wir eine wunderbare These aufgestellt, die ich nur leider kaum so einfach formulieren konnte, dass die armen Japaner das verstehen. Im Endeffekt lief es daraif hinaus, dass man 1. den Willen haben muss, den Gesprächspartner zu verstehen, dieser 2. ebenfalls den Willen haben muss, den Partner zu verstehen und dass 3. dem Sprecher klar sein muss, auch welchem Niveau sich der Gesprächspartner befindet, so dass er seine Erklärweise daran anpassen kann. Wunderbar, nicht wahr? Im großen Ganzen hatten sich so ziemlich alle Gruppen dasselbe überlegt. Am Anfang wussten wir gar nicht, was wir damit nun anfangen sollten, bis wir bei dem hübschen Thema "Stalker" hängen geblieben sind. Das Beispiel hatte ich in der trotz allen Fortschritten schwierigen Definitionsphase benutzt. Die ganze Story kommt später, wenn ich auf die Theaterstücke eingehe. =)

Danach gab es erstmal Mittagspause. Ich glaube, das war der Curry-Tag, bin mir aber nicht sicher. Naja, ist ja auch egal. Jedenfalls waren alle unglaublich scharf auf das Curry, so dass Tatsuya erstmal ermahnen musste, dass man nicht zu viel Nachschlag nehemn soll, damit die Anderen auch noch was abkriegen. Da ich nicht so viel Hunger hatte und Curry nun nicht mein Leibgericht ist (hab ich vor Japan jemals Curry gegessen? Ich glaube nicht...), hatte ich so ziemlich 1/4 der Menge meiner Gegenüber (Ryuichi und Ryota) oder so auf dem Teller - Ihr glaubt ja nicht, in welchem Affenzahn Ryu und Ryota dieses Curry in sich reingestopft haben! Ich hab' ja kaum 3 Löffel in den Mund geschoben, da rannten die schon wie die Hasen zum Topf und der Rest der Jungs hinterher! O_o... Ja, seitdem heißt Ryota Curry no Oujisama (Prinz des Currys).


Toi's Strand

Nach dem Mittagessen stand der Ausflug an - Meer, Schiff, Höhle und Lovers Point, so wie im letzten Jahr! Also nix wie hin und auf zur...äh? Wo war die Haltestelle hin? Die war sich zwischenzeitlich weggeworden, weswegen wir erstmal zu einer anderen laufen und eine Stunde auf den Bus warten mussten. Aber die Zeit verging wie im Flug und noch dazu rückwärts: Das letzte Mal, dass ich Räuber und Gendarm bzw. Daruma ga korona (wie immer das sich auf Deutsch nennt) gespielt habe, war in der Grundschule oder so. War uns aber scheißegal - bis auf Naoko, die der Jugend schmunzelnd beim Spielen zugeschaut hat - sind wir also kreuz und quer über den Strand gerannt. ^___^

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Warten an der Haltestelle - Das aber auch nie genügend Sitze da sind!

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Auf dem Schiff - ungeachtet der Tatsache, dass eigentlich nur 11 Mann aufs Deck durften aber min. 15 drauf waren...


Erik hat fleißig hübsche Panorama-Bilder gemacht.

Da ich beim Post vom Februar 2008 bereits viele Meer- und Grottenbilder habe, lass' ich das an dieser Stelle mal. *-*

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Wir haben natürlich wie immer wie immer Quatsch veranstaltet - z-B- musste plötzlich jeder Tekkans komische Sonnenbrille aufsetzen und wenn Foto gemacht wird, dann natürlich gleich von allen. Als ich dran war, meinte jemand was von wegen Parsi Hilton, weil so blond (DAS WAR KEIN KOMPLIMENT, FREUNDCHEN!) und Ryota kam gleich an und wollte mit mir Foto machen..O_o....öh, büdde.

Weiter gings dann zum Lovers Point, dem Park mit Aussichtstplattform aufs Meer. Dieses Jahr waren die Blumen aber bereits alle verblüht und das Wetter war leider zu trübe, um den Fuji zu sehen, daher gibt's auch an dieser Stelle keine Landschaftsfotos, die sind im Post vom letzten Jahr besser.



Ja, ihr seht, wir lieben diesen Gruppenfotos-Kram. Dauert auch immer Ewigkeiten. Ich glaube, in diesem Foto fehlen min. 4 Leute. Ihr müsst euch das so vorstellen: Vor uns stehen jetzt 4 Leute, mit ca. 5 Kameras an jedem Arm bewaffnet und rufen abwechselnd "Cheese", "Majonaise", "Takoyakiiii" und sonstigen Kram und andauernd fragst du dich nur: Wo muss ich jetzt eigentlich hinschauen?"

Das Abendessen hatte, glaube ich, Tokoroten und Karage zu bieten. Tokoroten war etwas ganz Komisches.. ja, was ist das? Keine Ahnung. Ein durchsichtiges Zeugs (Gelee oder was), das eigentlich nach Nichts schmeckt, aber in einer sauren Soße serviert wird. Ich und viele andere fanden das jedenfalls nicht unbedingt essbar. Plötzlich meinte Ryu, dass Tekkan Tokoroten gern hätte und schon hat der Gute 8 Schüsseln vor sich stehen.... O_o..ich weiß, dass er min. 5 gegessen hat! Irgendwie ist das dann zum Running Gag geworden, als Ryu Tekkan später seine Petersilie gegeben hat und wieder meine, Tekkan würde die gern essen. Schon quoll dessen Teller mit Petersilie über. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß, während Tekkan ungnädig guckte und sich gleich noch die Bezeichung Soushoku-danshi einfing. XD Das Wort besteht aus den Kanji für Gras, Essen und Mann und heißt quasi Pflanzenfresser. Einmal ist das rein biologisch gemeint, als gesellschaftlicher Begriff sind damit aber relativ schüchterne Männer gemeint, die sich nicht trauen, Frauen anzusprechen. (Und dass, obwohl Hiromi doch unbedingt will, dass Tekkan heiratet!) Wir haben gefeiert!

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Wir beim Menschi (die haben ja soo ewig gebraucht) und ja, unsere Einkäufer haben schon dafür gesorgt, dass die Party lustig wird..^^
Jedenfalls ging es mal wieder bis 4.00 Uhr und am Morgen waren wieder so einige ziemlich gerädert.

Mittwoch, 1. April 2009

Gasshuku! Teil 3: Die Leutchens

Da gibt's noch'n Post vorher, nicht vergessen. ;)

Acha, ich rede schon wieder von so vielen Leuten, die ihr alle gar nicht kennt, also muss hier mal das obligatorische Gruppenbild hin (bleibt nich das einzige):



Ok, das wird jetzt lang. Die Beschreibung ist auch für mich gedacht, wenn ich in Jahrzehnten mal alles wieder lese.^^ Wenn's euch nicht interessiert, dann braucht ihr diesen Post nicht zu lesen.

Fangen wir vorne v.l. an:

Hikaru Ando, ein lustiges Mädchen. Sie kommt aus Osaka, wenn ich mich richtig erinnere, und hat einen ausländischen Freund. Daher kann sie auch recht gut Englisch sprechen. Danaben ist (ohoh, hätt' ich den Blog mal eher geschrieben (NANCY, HILFE!) ), daneben Naoko, auch aus Osaka. Sie war die Älteste mit ihren über 30 Jahren und hat relativ gut Deutsch gesprochen. Weil jemand aus ihrer Familie eine Deutsche geheiratet hat und nach Deutschland gezogen ist, hat sie angefangen die Sprache zu lernen. Sie hat gesagt, auf dem Gasshuku wäre es lustig für sie, die jungen japanischen Leute zu sehen. Aber sie sei froh, dass alle so hilfsbreit beim Aufräumen und so wären, da hatte sie eine schlechtere Meinung von der heutigen japanischen Jungend. O_o Daneben ist Narumi, die als einziges Mädchen beim Fußball mitgemacht hat. Mutig, mutig! ^.^


o.l.: Hikaru & Erik
o.r.: Naoko
u.l.: Linda mit Zettel
u.r.: Narumi

Linda heißt eigentlich Makiko Hayashida, aber ihr Nachnachme kann mit anderer Lesung wie Linda gelesen werden. Sie ist ja soo klein. ^.^ Diesmal (sie war schon merhmals mit dabei) war sie mir mir in derselben Theatergruppe, was mir abschnittsweise doch sehr über die Runden geholfen hat, auch wenn sie den Unterricht für die Mittelstufe besuchen wollte. -_-° Leider war sie am letzten Tag des Gasshuku etwas krank. Neben Deutsch lernt sie noch Französisch und heute ist sie gen Frankreich gefolgen um ihr 4-jähriges Studium dort aufzunehmen. Toi toi toi und wir sehen uns in Halle oder Paris! *-*

l.: Kumi, r.: Akira, u.l.: Makiko

Ganz rechts ist noch Kumi, die dem Zeichnsprache-Zirkel in ihrer Uni beigetreten ist und mich auch gleich rekrutieren wollte, weil ihr Zirkel mit dem von der Keio manchmal gemeinsam was macht. Klingt interessant. :) An dieser Stelle merke ich gerade, dass Kumi es erfolgreich geschafft hat, auf keinem unserer Fotos zu erscheinen! O_o...Gibt's das! Halt, nein, da ist sie - wenigstens einmal.

In der zweiten Reihe außen links ist Akira, eine Lehrerin von der Reitaku-Uni in Chiba. Das ist auch die uni, von der immer Japaner nach Halle kommen, die müssten sie dann ja eigentlich kennen. (Ich stelle hier andauernd fest, dass die Welt ein Dort ist. O_o) Danaben ist Makiko, die erst angefangen hat, Deutsch zu lernen und es dementsprechend schwer hatte. Nancy stell ich nicht mehr vor.

Daneben ist Waku Suzuki, der war auch letztes Jahr schon dabei. Wie sagte Anne doch so schön "Der ist so nett, der sagt noch danke, wenn man ihn schlägt." (Ich hoffe mal, er liest das hier nicht..^^°) Aber es stimmt, das ist Waku-Waku. Momentan ist er mit Job-Hunting beschäftigt. Das Gasshuku über musste er sich mit schlimmen Heuschnupfen herumplagen. Möglicherweise ist dieser Umstand auch eine ursache, jedenfalls hat der Gute die Gabe, auf fast allen Fotos die Augen zu zu haben....-_-°° Aber ich hab' noch ein hübsches gefunden. Jedenfalls kommt er nächstes Jahr nach Mannheim! Ist zwar auch etwas weit, aber...

r.: Waku & Nancy, u.: Shu & Nami


Die dritte Reihe beginnt mit Nami und Shu, beide ein Jahr unter mir in Halle. Das Duo der schlechten Witze. ;) Wie war das? "Der Schrein dort ist zum schreien" und solche Scherze. Ja, ja.... Ansonsten kennen die beiden auch jeden Scheiß, den man mal im Kinderkarten - Grundschule jemals veranstaltet hat und wurden nicht müde, es an den Mann (=Japaner/in) zu bringen. Leider kommen sie gerade dann nach Japan, wenn wir hier uns wieder verziehen, so dass wir nicht so viel voneinander haben.

Hiromi ist die gute Seele des Gasshuku! Die Episode mit dem Bus hab' ich ja schon erzählt, aber sie hat sich auch täglich 4x nach meiner Gesundheit erkundigt, als meine Stimme weg war und sich sowieso um alles und jeden gekümmert. Z.B. macht sie sich Sorgen, was aus Tekkan so wird, wo er ja jetzt arbeitet und so weiter und hat ihm Nahe gelegt, er soll doch bitte so schnell wie möglich heiraten, damit sich jemand um ihn kümmert. O_ö Fand er im Übrigen einleuchtend. Kein Witz! Kaum ist steht man im Berufsleben, schon gehts los. Sie kommt für 2 Jahre nach Jena, also gleich um die Ecke! ^.^

Shuhei
daneben ist schon Shakaijin (übersetzt: Mensch in der Gesellschaft, also kurz: arbeitet schon) und gehört zum Urgestein. Er war schon 7x! dabei. (Das geht, weil das Gasshuku früher 2x im Jahr stattfand.) Ich vergesse immer, was er eigentlich macht, aber er ist jedenfalls Salaryman und arbeitet 60 Studen (!) die Woche und hatte dieses Jahr 4 (!) Tage Urlaub. Yay. Nancy hat im Kommentar netterweise eingeworfen, dass er was mit Stadtplanung und so zu tun hat. Jaaa, haben die von SFC ja alle irgendwie. Aber was? Hm.. Shuhei gehört aber auch zu den 0.001 % Japanern, die zumindest zu Uni-Zeiten innerhalb von 5 Min. zum Campus gondeln konnten. Hat Yasu mir letztens erzählt, Shuheis Wohnung liegt nur den Steinwurf vom SFC weg, was Yasu übernachtungstechnisch auch oft ausgenutzt hat. ;)


Ryuichi Murakumo bringt es auf 4x Gasshuku und hat noch ein Jahr Uni, weil er ein Auslandsjahr in Jena gemacht hat. Der Mensch ist schon lustig, aber die Episode mit dem Auto kommt noch.. Ach ok, erzähl ich's halt jetzt: Da Ryu mit dem Auto gekommen war, war er für das Einkaufen der Getränke etc. für die allabentlichen Partys verantwortlich. An einem Tag bin ich also mit. Man muss sich das jetzt so vorstellen: Fashionfreaks wie diese Japaner nun mal sind, hat der Gute diese wunderbaren weißen Leder-Schnabelschuhe, die bei Männern ja immer so herrlich aussehen, und dazu so einen weißen Ledermantel mit Fellbesatz, der Ryuichi aussehen lässt, wie aus direkt aus 'ner Bar in Italien eingeflogen oder so. Die Sonnenbrille hilft da natürlich auch. Jetzt gehen wir in diesem idyllischen kleinen Örtchen, das Toi nun mal ist (Familie: stellt euch Bräunsdorf am Meer auf Japanisch vor oder so), und zwischen lauter Familienhitschen steuern wir zielgerichtet auf einen schwarzen, tiefergelegten Sportwagen zu, mit Lederaustattung und blauem Licht innen. Da hab' ich nur noch gedacht: Fehlt nur noch, dass er mit heulendem Motor durch die Kante und die Omas von der Straße jagt! Äh...was soll man sagen: gedacht, getan? Herrlich...^^°°° (Aber schwer in Ordnung, nicht, dass der geneigte Leser jetzt den falschen Eindruck hat, ne.^^ )

Yasu (Fujiwara Yasuyuki, nicht zu verwechseln mit einem seiner 8 Geschwister) ist mindestens 5x mit dabei gewesen und fängt dieses Jahr, um genau zu sein heute, an zu arbeiten. Tatsuya hat erzählt, dass wohl am letzten Tag des Gesshuku im letzten Jahr die Ergebnisse der Abschlussprüfungen für Shuhei, Tekkan und Yasu gekommen waren. Tekkan hat mir Bravur bestanden, Shuhei ist mit Ach und krach durch und Yasu war eben nur durch. Deshalb durfte er noch ein halbes Jahr antanzen und fängt nun später an zu arbeiten als die anderen beiden. Den Job, den er eigentlich schon gefunden hatte, konnte er deshalb auch nicht antreten, aber er hat wohl jetzt etwas, das ihm noch besser gefällt. Achja, das mit den 8 Geschwistern ist natürlich ein Witz! Das kam, weil wir 1. alte Aufnahmen von früheren Gasshukus gesehen hatten und es ihm so peinlich war, dass er da zu sehen war, so dass er meinte, das wäre nicht er, sondern sein Zwillingsbruder und 2. weil er diesmal aufgrund fehlendem Personal in seiner Gruppen ein Mädchen spielen durfte und er meinte, dass wäre seine Zwillingsschwester. XD

Daneben stehen noch Annika (ich hoffe, 2x"n" ist richtig), die nächstes Jahr auch an die Keio kommt und Tatsuya, unser Lehrer. Tatsuya meint, das Gasshuku gäbe es schon seit 20 Jahren, er ist als Student auch schon hingefahren und er hat das dann weitergeführt. Momentan sieht es aber so aus, als müsse jemand die Nachfolge organisieren, denn kurz nach dem Gasshuku haben alle erfahren, dass er die Keio verlässt um an die Nagoya-Uni zu gehen, weil er dort einen unbefristeten Vertrag bekommt.

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Kousuke und Linda (er hat ihr die Spange geklaut - stand ihm sehr gut! ;) Ryota spielt Abendessen

Ganz hinten links ist Kousuke, seit Neustem auch Schnuffi genannt. Da er noch nicht lange lernt, hatte er es wirklich schwer.^^ Aber das ist auch einer, der für jeden Quatsch zu haben war! Erik wird an die Sophia gehen und neben ihm steht Ryota, oder Oujisama (=Prinz), wie er abkürzungshalber genannt wird, sonst eigentlich Curry no Oujisama, was auf das Curry-Wettessen zum Mittag zurückgeht. Von ihm gibt es auch nix als Klaps-Bilder, zumal der Alkohol da sein übrigens getan hat. Er kommt aus Yokosuka, warum auch immer ich mir das so gut merken. Achja, wahrscheinlich, weil das auch so ein Mensch ist, der bis zu seiner Uni (Aoyama Daigaku, wenn mich nicht alles täuscht) 2 h fahren muss.

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Erik; Shunsuke mit meinem Hut (warum auch immer)

Danaben steht Shunsuke. Dafür, dass er auch erst ein Semester Deutsch hatte, ist der Junge unglaublich schnell von Begriff und gut in der Aussprache. Als der von Shu mit Küche-Kirche-Kirsche gequälte Keishiro sich bei Shunusuke deswegen beschwerte, sagte dieser ganz lässig die geforderten drei Worte, was alle mit O_o Augen und den guten Keishiro mit einem ungläubigen "nandeeeeee?" (=Warum?) zurückließ. Allerdings hat Shunusuke eine Ausdrucksgabe wie'n Brot. Egal, was die anderen für'n Quatsch veranstsaltet haben, Shunsuke hat man kaum anders als mit steienrnem Gesicht und unbeteiligter Stimme erlebt. (Was nicht heißen soll, dass er keinen Spaß gehabt hätte.^^)

Daneben Urgestein Nr.1 eigentlich, Tekkan (eigentlich Murano Norihiro, wie ich erfahren habe. Tekkan ist auch so 'ne Alternativlesung seines Namens). War ebenfalls das 7. Mal mit am Start und ist quasi zur zantralen Figur des Gasshuku geworden. (Nein, das lag nicht daran, dass er gleich am ersten Tag mit knall-pinken Pulli anspaziert kam, neeiiin...) Was irgendwie einfach nachzuvollziehen ist, sobald man länger mit ihm zu tun hat, obwohl Tekkan eigentlich relativ schüchtern und zurückhaltend von der Art her ist. (Außer Ryuichi ist da, aber da führt an dieser Stelle zu weit... Ja ja, das Foto ist in dem Sinne auch nicht sooo repräsentativ, ok? Trotzem ist das auch typisch Tekkan!) Aber irgendwie gruppiert sich alles um ihn herum, obwohl er das gar nicht zu bemerken scheint. Er ist jedenfalls ein Unikum, das kann ich gar nicht richtig beschreiben, also lass ich es. =) Er ist der beste Absolvent der wirtschaftlichen Fakultät der Keio im letzten Jahr gewesen und auch gleich im Rathaus von Shinjuku in der Verkehrsabtelung oder so gelandet. Da er damit Komuin (= Beamter) ist, muss er auch nicht so lange arbeiten wie Shuuhei. Als Shakaijin hat man es aber auch nicht einfach. Er hat ja, wie gesagt, den Kuchen spendiert und später auch noch Schokolade. Als ich letztens Mal im Geschäft gesehen habe, was der Mensch dafür für Geld ausgegeben hat, hat's mich ja glatt wieder umgehauen.

r: Keishiro und Erik; man beachte: Keishiro steht auf einer Stufe.
l.: Kaisei

Kaisei ist auch schon ewig mit dabei, weil er das Gasshuku quasi mitorganisiert. Wir kennen ihn daher auch vom letzten Jahr. Er ist angehender Deutschlehrer und das, obwohl er nie ein Auslandsjahr gemacht hat. Dafür ist er echt gut.

Mio daneben beweist, dass japanische Mädchen nicht alle das typische Image vertreten und kann ordentlich auf den (Gasshuku)Tisch hauen. :) Dafür hat sie auch gleich die Auszeichnung für die beste Schauspielerin bekommen. Daneben steht Keishiro, die Küche. Der Mensch ist echt klein. Das sieht vor allem immer dann sehr lustig aus, wenn er neben Erik steht. Kennt ihr dieses Spiel, wo sich Zwei einander zugewandt ca. einen Schritt voneinander entfernt aufstellen und immer die beide Hände aneinadern drücken müssen mit dem Ziel, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen? Jetzt müsst ihr euch mal Erik und keishiro dabei vorstellen! XD Ihr hättet mal Keishiro sehen müssen, als er auch noch gegen Erik gewonnen hat! :)

Jetzt hätt ich glatt noch Aki vergessen, die hat wahrscheinlich fotografiert. Aki, Typ: Schmusekatze, Stich-Stofftier-Liebhaber; war auch beim letzten Mal mit dabei. Sie hat sich auch gar nicht verändert.^^ Sie hat auf dem Gasshuku viele Lieder auf der Gitarre zum Besten gegeben.

Gasshuku! Teil 2: Ja, wat war denn los?

Das Gasshuku ist ja nun fast einen Monat her... *hüstel* Naja, ich hab' halt gewartet, bis ich aus einer gesunden Entfernung ojektiv informativ berichten kann! Oder so...

Am 6. März 2009 haben Shu, Nami (immer noch aus DE kommend, japanisch Spitz-benamst), Erik und ich uns auf die Socken gemacht, um Kaisei in Yokohama zu treffen, was auch problemlos geklappt hat. Danach sind wir in letzter Sekunde (Ja, ich wollte halt den Studentenrabatt, wenn man ihn schon mal hat) theoretisch in denselben Zug gestiegen wie Nancy und Hiromi, die bereits vorher in Shinagawa eingestiegen waren. Praktisch befanden wir uns aber am anderen Ende des Zuges, was Kaisei bei der nächsten Haltestelle einfiel, als die Türen fast schon wieder zu waren, so dass wir unsere liebe Not hatten, unsere 7-Sachen zu schnappen und noch raus- und wieder reinzukommen. (Wobei mir immer noch schleierhaft ist, warum wir nicht gleich von Abteil zu Abteil sind, so gehts ja schließlich auch.) Ejal, dann waren wir da und quatschten uns und die Zeit tot, während nach und nach an verschiedenen Haltestellen bei mehrmaligem Umsteigen immer mehr Leute zu uns stießen, bis wir zu dem verhängnisvollen Bus kam, der uns in die falsche Richtung fuhr.

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Erik und Nami beim Souvernirkaufen; Hina-matsuri-Puppen, das Fest, bei dem für die Mädchen die Puppen herausgeholt werden. Sie müssen aber rechtzeitig weggepackt werden, sonst bekommt die Tochter keinen ab.

Wir sollten nämlich Bus an Hlts. Nr. 3 nehmen, aber die Busse standen zur Abwechslung mal ein bisschen ungenau, so dass wir den von Hlts. Nr. 4 genommen haben. Gerettet hat uns Yasu, der eigentlich nur auf Toilette und daher vorher austeigen wollte, um dann mit dem nächsten Bus nachzukommen und dabei irgendwie gemerkt hart, dass wir nicht waren, wo wir sein sollten. Da waren wir allerdings schon ein gutes Stück weit gefahren, draußen goß es aus Kannen und der nächste Bus kam noch lange nicht. Während die arme Hiromi, unsere Organisatorin, auf sehr japanische Art immer weiter im Boden verusnken ist, haben wir uns dann in einem Souvenirshop umgetan und die Leute ein bisschen näher unter die Lupe genommen. Nachdem wir dann alle ein von Hiromi als Entschuldigung spendiertes Manjuu gefuttert haben, kam dann auch der Bus irgendwann und es ging weiter. Eigentlich fanden wir das alle auch nicht wirklich tragisch, war ein bisschen ein kleines Abenteur, aber Hiromi brauchte noch eine Weile, bis sie das Erlebnis nach einem Strafspiel und der Umsetzung der Geschichte als Theaterstück endlich verarbeiten konnte. =)

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Man sieht, womit Nancy (hat die Fotos gemacht) sich die zeit vertrieben hat: Shu und *-*

Das Beste daran: Als Nancy sich mit Hiromi in Shinagawa getroffen hatte, rief ein sehr verschlafener Waku bei Hiromi an um zu vermelden, dass er den Zug nicht schafft, weil er gerade erst aufgewacht sei. Angesichts dieser Tatsache würde er den Shinkansen nehmen um nicht allzu sehr zu spät zu kommen. Dreimal drüft ihr raten, wer uns dann im Ryokan, dem Gasthaus, nach unserer Busirrfahrt begrüßt hat! Nachdem wir dann alle versammelt waren, gab es die Begrüßungsrede. Da wir im Ryokan waren, saßen alle Japaner automatsich brav im Seiza (auf den Knien), nur wir deutschen Banausen haben uns gleich im Schneidersitz niedergelassen. Als Tatsuya, unser Lehrer, sich dann aber auch locker hingesetzt hat, spürte man eine Welle der allgemeinen Entspannung durch die Runde gehen und plötzlich saß kaum einer mehr im Seiza. ^^°
Da wir zu spät waren, war der Stundenplan diesmal schon von den im Auto angereisten Leutchen gemacht worden und sah dann folgendermaßen aus:

Achja, das Kennenlernenspiel beschränke sich diesmal zum Glück darauf, lediglich unser Gedächtnis zu maltretieren (Wer mehr wissen will, soll den Eintrag vom letzten Jahr lesen..^^ Stichwort heißt: fu-fu -_-°°). Wir mussten alle die Namen der anderen widerholen, womit einige besser zurechtkamen als andere. ;) An dem Tag war dann auch gleich die erste Besprechung für das Theaterstück, welches die Hauptaufgabe des Gasshuku ist. Da diesmal gleich 6 Deutsche anwesen waren, gab es auch entsprechend viele Gruppen. Als Ryuichi dann seine Ideen zum Thema tsuujiru (grob übersetzt: übermitteln) ausbreitete, hab' ich zum ersten Mal richtig realisiert, dass ich mich seit dem letzten Jahr doch enorm verbessert habe: Ich hab' ihn fast problemlos verstanden und konnte auch noch mitreden! Halleluja! ^____^

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Abendbrot, im Bild: Waku; auf dem Tisch fehlt natürlich noch die Reischale und noch irgendwas...sieht grad so wenig aus...hm..

Tja, was ist an dem Abend noch passiert? Nicht viel, war ja schon gegen 15.00 Uhr, als wir ankamen. Natürlich gab' es am Abend das bekannte Sashimi-Abendbrot und die erste Party und alle quatschten und tratschten.. Aki und Ryu(ichi) hatten ihre Gitarren mitgebracht, also hat jeder versucht, den halben Song, den er noch irgendwo im Gedächtnis hatte, zu spielen und dann gab's das altbekannte Uno.. Ja, so endete der Tag ralativ früh gegen 3.00 Uhr, wenn ich mich recht entsinne.

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Nochmal Abendsessen mit versammelter Mannschaft und Kerzenausblasen aller Februar-Gebrutstagskinder. Shuhei und Tekkan, die jetzt schon keine Studenten mehr sind und sondern arbeiten, haben's spendiert.

Achja, zum Abendessen vielleicht noch: Unser Gasshuku war ja verglichen mit 'nem "echt-japanischen" wohl sehr locker organisiert, aber auch bei uns wurde das Essen mit einem allgmeienem "Itadakimasu" (guten Appetit) begonnen und mit "Gochisosama" (Danke für's Essen) beendet. Derjenige, der den Spruch sagte, wechselte zwar immermal, es war aber immer jemand von den "Urgesteinen". Beim Beenden des Essens wurde immer so was gesagt wie: "Alle, die noch essen wollen, können das in Ruhe tun, aber für alle, die schon fertig sind gochisosama, ihr könnt jetzt aufstehen."

Pünktlich 8.00 Uhr wurde dann zum Frühstück geblasen und der "Lerntag" brach an. Soll heißen, wir Deutschen sollten für unseren Rabatt was tun und spielenderweise Unterricht machen. Da haben wir die ganzen alten Spiele wieder rausgekramt: Wortkettenspiele, Topfschlagen, Leute in verschiedenen Gruppen abwechselnd einen Text oder ein Bild malen lassen und die nächste Gruppe muss dann weitermachen und man schaut, was am Ende rauskommt, Aussprachespiele (sehr beliebt, vor allem die "l" und "r"-Reihe ^^°) usw. usw. Hat Spaß gemacht. Vor allem Keishiro war arm dran, den Shu beständig mit der Dreifaltigkeit "Kirsche-Küche-Kirche" gejagt hat. :)

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Unterricht in der Mittel- und später Oberstufe: Wir haben "Wer bin ich?" gespielt. Für alle, die's nicht lesen können: v.l. Ryu hat den Tenno (jap. Kaiser), Tekkan Pikachu (queitschgelbes Anime-Viech) auf der Stirn. Komischerweise fanden alle den den Tenno total schwer und Ryu hat auch am längsten gebraucht um rauszufinden, wer er sein sollte (bis auf Nancy, die Anpan-man war, aber leider nicht wusste, wer das ist, von daher zählt das nicht...^^). Nancy und ich fanden das jedenfalls komisch, zumal Ryu selbst Hiromi die gute Angela Merkel verpasst hatte....

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Toi, der kleine Ort auf der Izu-Halbinsel. Yasu vorn, Kaisei hinten, am Strand

Danach ging es ans Meer! Im Licht der Abendsonne haben unsere Jungens sich die Zeit mit 'nem gefundenem Fußball vertrieben, es wurden Fotos gemacht und Aki hatte Seifenblasen-Krams mitgebracht! Die Japaner haben da ein gutes Wort für: natsukashii (bzw. natsukashiiiiiii, je mehr "i", desto natsukashii-er eben ;) und es bedeutet so was wie: Wie lange ist das her! Damals war's! Achja, früher...!

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v.l. Narumi, Linda, Aki; Keishiro und Shunsuke beim Fußball

Am Abend dann waren Spiele angesagt und das erste war batsu-gemu (= Straf-Spiel). Weil Hiromi mit dem Bus nicht aufgepasst hatte, musste sie auch gleich ran und uns ein Wort erklären, indem sie Buchstaben mit ihrem Po malte. Naja, wir haben ihr dann erlaubt, die Buchstaben mit dem ganzen Körper darzustellen.^^

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Wir beim Singen und Hiromi als Buchstabe

Anschließend wurde gesungen... Ich weiß nicht, wo Akira diese schrecklichen deutschen Volkslieder her hatte! Zum Glück sind die damals komplett an mir vorbei gegangen. Danach kam wie immer Stille Post und es war auch genauso lustig wie beim letzten Mal. :) Da wir in jeder Gruppe absolute Anfänger hatten, waren die Ergebnisse wunderbar, zumal Tatsuya sich einen Satz mit vielen "R"s ausgedacht hatte, da ist es bei Japanern ja bekanntlicherweise eh vorbei. XD

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Linda und Tekkan geben ihr Bestes; wir beim Spiel

Dieser Tag ging dann gegen 3.30 Uhr auch irgendwie zu Ende, wobei es sich immer in die Frühschläfer (gegen 24:00 Uhr wech) und eben die Gar-nicht-Schläfer aufteilt.