Donnerstag, 19. März 2015

Japan zum 7. - DIJ, ich kommeeee!

Andauernd fragen einen die Leute: Und, wie oft warst du schon in Japan? Langsam kommt man damit ja etwas durcheinander. Aber ja, auch die Visa-Behörde will es nochmal ganz genau wissen, also zählt man fleißig vor - es ist das 7. Mal. Diesmal ist es für 9 Monate und nein, diesmal hat es mit der Keio Universität nichts zu tun. Diesmal nimmt mich das Deutsche Institut für Japanstudien ab 1. April auf.

Den Flug habe ich aber natürlich früher angetreten, schließlich muss man sich auf allerhand Neues einstellen. Bis zum Abschiedsanruf zu Oma wusste ich zum Glück auch nichts vom Pilotenstreik, so dass ich unbeschwert meinen Flug am 17.3. antreten konnte. (Der Streik begann zum Glück erst am 18.) Der Flug an sich verlief fast wie immer, wenn auch die Economy Plus-Klasse, mit der mir diesmal zu fliegen gnadenvoll zuteil geworden war, wie mir die Service-Tante bedeutungsschwer eröffnete, mich im Negativen erst unzählige Nerven kostete, weil ich nicht einchecken konnte, aber im Positiven mit mehr Beinfreiheit und mehr Platz allgemein aufwarten konnte. Wahrscheinlich war auch der TV größer und die Stewardessen haben extra nett glächelt oder so. Der Schlaf stellte sich trozdem nicht ein, denn meine Sitznachbarin beschloss die Vollbelechtung in Kombination aus Lampe und Laptop just in den Moment anzumachen, in dem normale Menschen Nachtruhe bschließen und überhaupt... Schlafen ist da irgendwie nicht. Also habe ich einen sogar recht guten Kung-Fu-Film und die Verfilmung von Les Misrables gesehen und bin müdiglich in einem sehr warmen Tokyo angekommen und bin dann auf die Suche nach meinem Guesthouse geschlichen.

Dank Profi-Erfahrung ging das alles auch unproblematisch bis Takadanobaba, wo ich mich in einem Wust verschiedener Ebenen und Gleise wiederfand und einer Vielzahl von Fahrstühlen ausgesetzt war, die irgendwie nie dorthin fuhren, wo ich nun gerade hin wollte. :( Aber auch das wurde gemeistert, um gegen 14.00 Uhr vor meinem Guesthous, Modern Living Nakano I und meinem Zimmerchen zu stehen. 


 Das Häuschen und die Aussicht aus der Tür. Im Pärkchen gibt's zwar keine Bänke, aber immerhin gibt es ein bisschen Grün gleich vor dem Haus. 

Würde ich es positiv sagen wollen, müsst ich wohl "süüüß, wie winzig!" schreien. Negativ ausgedrückt, ist es für Klaustrophobiker nicht direkt geeignet. Aber keine Angst, es gibt ein Fenster! Genauer gesagt gleich eine Tür, da ich im Erdgeschoss wohne. Tja, der frühe Vogel lässt grüßen. Leider hatte ich mir zu viel Zeit gelassen bei dr Reservierung, so dass irgendjamand mir das letzte Apartment, das ich eigentlich haben wollte, vor der Nase weggeschnappt hatte. Nun habe ich die Zusage, dass ich in ein größeres Zimmer wechseln kann, wenn eins frei wird bzw. dann spätestens im Juli in ein Apartment. Wobei das ja auch nur ein klines Zimmer mit Bad-Buchten und Kühen-Nische bedeuten würde, aber alles, was über 7 m2 hinausgeht, ist eben doch willkommen. Zumal im Erdgeschoss viel zu wenig von dem schönen strahlenden Sonnenlicht hereinkommt, da muss ich immer künstliches Licht anhaben.

Zimmer 106

Nun aber genug der Unkerei. Das Positive an Nogata, wo ich wohne, ist, dass es doch eine recht große Auswahl an Lebensmittelläden und Obstläden und kleinen Restaurants gibt. Zwei Cafés habe ich auch schon gefunden, das ist doch schon mal was. Und nach einer Dusche und der dringend benötigten Mütze Schlaf wirkt das Zimmer vielleicht auch größer, wer weiß?^^ Naja, sicherlich, wenn ich wenigstens den Koffer endlich aus dem Weg räume.

Außerdem gibt's einen sehr schönen Gemeinsamen Breich mit Sofa, Gmeinschafts-PC inkl. Scanner und Drucker, was unter Umständen auch ganz praktisch sein dürfte.
 
 Eingangsbereich. Schuhe ausziehen!
 Küche
 Kleine Nische mit Waschstand und Waschmaschine. Es gibt auf der Etage auch eine Duschkabine und zwei Klos.
 Gemeinschaftsraum durch die Theke gesehen.
 Immerhin ist es hier schön hell und recht gemütlich.
 Mein Flur. Mein Zimmer ist natürlich gleich as erste rechts, direkt am Gemeinschaftsraum.

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