Wie meinem Eintrag von 2016 zu entnehmen ist, war ich auch damals nicht so begeistert. Hat sich nicht geändert.
Nach Kobe ging es mit dem Shinkansen, wie immer war ich von den Infos begeistert. Da sich pro Tür sicherlich bis zu 25 Mann inklusive Gepäck innerhalb von nicht einmal 5 Minuten sortieren müssen, sind die Wagennummern und auch die Sitzplatznummern ordentlich ausgeschildert.
Kobe begrüßt einen wie jede Großstadt mit einer Riesenbaustelle. Dazeischen sind irgendwo Kaufhäuser und Wege, irgendwie unterirdisch und so... ich fange an, Großbahnhöfen abneigend gegenüber zu stehen. Nach Shimane und Kurashiki war die Großstadt
Alsdann reihen sich die benahmten (bedachten oder unbedachten) Einkaufsstraßen ein, die anzeigen, dass es wohin geht. Im Falle der Ikuta-Road wenig überraschend zum Ikuta-Schrein.
Heutzutage steht auch schon dran, wie man die Götter zu verehren hat: eine Verbeugung, zweimal klatschen, nochmal Verbeugung. Dazwischen ist natürlich Geld einzuwerfen, sonst hören die Götter gaaaanz schlecht. Immerhin sind 5 oder 10 Yen genug. 😉 (In Izumo waren es jeweils zwei Verbeugungen und viermal klatschen.)
Aus der Reihe: Wie sich eine gewisse Kaffee-Kette die schönsten Plätze krallt. Das Haus ist von 1907.
Dann war Zeit für Mittagessen, fluffige Pfannkuchen. Mjaaam. Hab ich schonmal gesagt, dass es in Japan nix "zu beißen" gibt? 😄
Das Interessante an Kobe ist das ausländische Viertel, das entstand, als die reichen Ausländer, die die Hafenstadt an Land spülte, Villen in die Berge zu zimmerten, um der Hitze zu entgehen.
Türmchen, Dachziegelchen, verputzte Wände, etwas ekklektischer Flair. Ehrlich gesagt, kann man nur an den Schildern die Originalvillen und das Neugebaute im Viertel unterscheiden. Seht selbst:
Naja, für echte Europäer doch etwas unspektakulär.
Am Abend war ich komplett überfordert und landete in einem Food Court, wo ich Ramen-Nudelsuppe aß. Immerhin mit Rindfleisch. Auch diesmal hatte ich keine Lust auf das berühmte Kobe-Rind, das halt teuer ist und v.a. als Steak verspachtelt wird.
Eigentlich wollte ich am Abend noch zum Hafen, wo Kobe doch eine Hafenstadt ist. Aber irgendwie habe ich den Weg über die zahlreichen Stadtautobahnen die Lust verloren und dann auch keine Energie mehr gehabt. Es wartete schließlich Kyoto auf mich!