Donnerstag, 28. Mai 2026

2026 Mal wieder hier - Im Land der Toiletten!

Dann bin ich also wieder hier. 
Diesmal hat LOT mich hergebracht, war ganz nett. Für 1100€ (gebucht Ende Februar),  Economy semi-flex (sprich zwei Koffer). 
Abflug in Düsseldorf. Die Bahn hat sich nicht mit Ruhm bekleckert, aber im Flughafen selbst ging es dann zügig.  

Zwar hätte ich die Pierogi lieber als Abendbrot denn als Frühstück gehabt und weniger Turbulenzen wären auch nett gewesen, aber eine Dreierreihe nur für mich hat  sogar etwas Schlaf ermöglicht. 
Das Abendbrot war essbar. 

Diesmal war ich in einer Stunde durch Narita durch, ganz old-school unelektronisch. Da es schon Abend war, war kaum etwas los.  

Erster Stopp der Reise ist wie so oft Ueno-Park, bei der Kaffee-Kette mit dem besten Marketing und der schlauen Idee, Terassenplätze anzubieten. 
Jepp, diese Kaffee-Kette.
Die Pandas von Ueno sind die Attraktion, daher dieser schöne Briefkasten.

 Die Luft geruht zwar kaum, sich zu bewegen, aber immerhin ist es auch bewölkt bei netten 25° C. 
Pokemon sind nach wie vor überall, auch auf diesem Gullideckel in Ueno. 
Ueno ist voller Statuen. Dieser kriegerisch wirkende Herr ist immerhider erste Präsident des japanischen Roten Kreuzes.
Dieses Mal haben ich den Weg zum Tōshōgu eingeschlagen, eine Kopie des Tokugawa-Begräbnistempels  in Nikko. Der war lange Zeit verhängt und strahlt jetzt wieder in altem Glanz. 
Eine Pagode gehört auch noch dazu. 
Der arme Wachposten tat brav seinen Dienst in der Hitze. Immerhin, sollte es regnen, ist vorgesorgt: die blaue Einmann-Planen-Bude gehört ganz ihm. :) 
Und wo ich schon in Ueno war, durfte auch der Shinobazu-Teich mit Benzaiten-Tempel, Seerosen und Schwanenteich nicht fehlen. 
Allein im Ueno-Park bin ich dabei an zwei Toilettenhäuschen vorbeigekommen, der Teich ist gleich von drei weiteren umzingelt. So lässt es sich aushalten!


NOTIZ FÜR ZUKUNFTS-ICH: 
* Der Sitzplatz wird mit Freischaltung des Check-in sichtbar und ändert sich nicht, außer man tauscht. 
* Der kurze LOT- Flug hat bereits USB-C-Anschlüsse und eine recht große Sitz-Tasche, Langstreckenflug Boeing Dreamliner hat aber mur Mini-Taschen und noch die alten USB-A und den guten alten Audio-Eingang. Außerdem gibt es Flügelkopfstützen und bekommt Decke und Kissen. 
* Die SIM-Karten in Narita gibt's auf Ebene 1 am Ausgang, Sontbank-Schalter macht das rucki-zucki. 

Dienstag, 11. Juni 2024

Schlendern durch Kanamecho

Diesmal irrte und wirrte ich zwar auch durch die großen Bahnhofsmeilen (Ikebukuro Sunshine City, der Horror), v.a. aber wollte ich Freunde treffen und die schönen Winkel sehen. Also ging es auf die Suche in Ikebukuro, dem Stadtteil "Teicheule", nur ohne Teich, soweit ich weiß. Ikebukuro habe ich v.a. durch meine Suche nach dem "Ikebukuro West Gate Park" in Erinnerung- im Gegensatz zu 2009 gibt's inzwischen immerhin Bäume. 
Der "Global Ring" ist auch neu. Er markiert wohl den Teich, der hier einmal war. Zwar ist die Gegend immer noch kein echter Park,  aber 2019 als Theater-Park neu konzipiert worden. 
 
Eine Freundin entführte mich zur Rikkyo-Universität in der Nähe von Ikebukuro, die auch unsere Partneruni für das Tandem-Programm an meinem Institut ist. Der Campus erinnerte mich ein bisschen an Harvard.  
Rikkyo-Universität, 1874 als christliche Lehranstalt durch Channing Moore Williams (1829 - 1910, USA) gegründet. Ist wohl immer noch eine prestigeträchtige Privatuni.

Übrigens sind die lokalen Referenzorte, die ich nenne, immer der eine oder ander bekannte Stadtteil Tokyos, dessen Banhof entlang der Ringbahn Yamanote liegt und, wenn man so will, wie in einer Perlenschnur die Zentren Tokyos bilden).
Guckst du. Ikebukuro ist links oben. 

Daraufhin ging es in die Ecken von Kanamecho, in dem man an einem malerischen Miniprommenädchen sehr gut Sushi-Essen kann.
Außerdem kann man da auch in wunderbar versteckten Cafés leckerliches Curry (Kokos- Makrele) und japanische Süßspeisen essen. :)
Diesmal hat Oma wirklich keinen Grund zu behaupten, ich hätte abgenommen. 

Es wundert einen aber wirklich: Wie kann man bei vier Tischen im hinterletzen Winkel des Stadtteils finanziell überleben? Das funktioniert wirklich nur, weil Essen ein Hobby ist in Japan, auf dass sich der Gourmet etwas einbilden kann. Es gibt unzählige Restaurant-Guides aller Art, ob Online oder per Magazin, in denen dargelegt ist, wo die neuste Spezialiät, der beste Kaffee oder die vornehmte Quisine zu haben ist. Und die Leute machen sich den Spaß, diese Lokale zu erjagen. Wahrscheinlich sind die an der Straße nur Touri-Ablennungsmanöver... 
Kanamecho ist eine normale japanische Nachbarschafft, wie sie überall zu finden sind. Viel offene Leitungen inklusive. Trotz des knappen Platzes gibt es viele Einfamilienhüttchen-Neubauten mit Plasteziegeloptik. Wie Freunde erzhählen, ist es auf lange Sicht billiger und man kann Kinder oder Äquivalente (z.B. zwei große Hunde) halten, ohne sich um die Nachbarn von unten oder oben kümmern zu müssen. Mehr Platz bieten diese Miniaturhäuser nicht, nur einen Satz oder auch zwei sehr steiler Treppen. Mietshäuser haben immer noch so wundervoll skurrile Namen wie "Heim", "Wald" oder eben "R-Liebe". Tja...
Herzstück dieser Wohngebiete bilden immer noch die Shotengai, die Einkaufsstraßen, die, wo noch vorhanden, den Charme von vor 50 Jahren inklusive ihres damals eingezogenen Personals zu bieten haben. 
Diese hier hatte z.B. angeblich 500 Sorten Crepes zur Auswahl.