Sonntag, 11. März 2012

Kumamoto II und Ausländerbonus


ACHTUNG: Auch hier gilt, wer sich geduldet hat am Ende mehr! Der Blogeintrag wird noch bearbeitet, damit er höchsten Standarts entspricht. Eingefügter Text dient nur zum Nachweis, dass alle Reisenden wohl auf sind, keinem Erdbeeben, einem Tsunami oder einer Essensvergiftung zum Opfer gefallen sind!


Hinweis: es wurde auch hier daran gearbeitet! (13.03.2012)

Nun ja, wir kamen zu dem Schluss, dass es nicht sinnvoll sein würde und das drei Stunden hin und drei zurück auch zu viel des Guten gewesen wären, nur um ein paar Wasserfälle zu bestaunen. So sind wir am nächsten Tag zum Schloss gestiefelt, um das Wunderwerk von innen zu bestaunen. Sehr imposant von außen, thront es wie es sich gehört, majestätisch, ähhh… samuraiisch, über den massiven Schlossmauern.

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Kumamoto: Schloss und: so viel blauen Himmel gab es nur gaaanz selten!

Das Ausziehen und Wiederanziehen von Schuhe wurde zum Fingersport des Tages. Jedesmal: bei einem der Wachtürme, im Schloss und in der Haupthalle des Palastest mussten die Schuhe ausgezogen und in Tüten gepackt und am Ausgang wieder angezogen werden. Franzens Schnürsenkel-Schuhe waren da denkbar ungeeignet (Reisverschluss-Verschluss ist da deutlich vorteilhafter). Natürlich stand im Schlosshof ein Samurai in voller Montur für knippswütige Japaner bereit (geschwitzt hat er definitiv nicht, dafür war ihm höchstwahrscheinlich als einzigem nicht kalt) und ein Ninja spazierte völlig un-ninjamäßig am heller lichten Tage durch die Gegend herum – Mordaufträge waren ihm an diesem Tag wohl ausgegangen.

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Schuhtüten und Maskotchen mit uns :)

Danach musste sich natürlich für den Rest des Tages gestärkt werden, schließlich musste noch Zeit bis 20:00 überbrückt werden, denn dann würde uns Larissa (Franzens Freundin) mit dem Auto abholen und uns bei sich übernachten lassen. Es gab GJOZA, wie auch immer man das richtig schreibt. In jedem Fall handelt es sich um gefüllte Teigtaschen, lecker! (Apropos: Ich weiß, wie man T-E-I-G-T-A-S-C-H-E-N schreibt)

Um das bereits bezahlte Schlosseintritts- und Besichtigungsticket vollständig auszunutzen, marschierten wir gestärkt zum Kyu-Hosokawa-Gyobutei. Tja, mehr verrat ich nicht…

… das war ein Scherz. Das Kyo-Hosokawa-Gyobutei ist eine schnuckelig-große Residenz eines Fürsten aus der Hosokawa-Gyobu-Familie. Die Hosokawas waren überhaupt ganz wichtige und hohe Tiere in der Gegend, haben zum Beispiel auch im Schloss gehaust. Jedenfalls ließ es sich in so einem Häuschen (in die Zimmer haben definitiv mehr als drei Tatami rein gepasst J) – jedenfalls im Sommer. Im Winter oder in einem März, wie wir ihn gegenwärtig hier haben, hat man sich höchstwahrscheinlich den A… abgefroren oder er ist irgendwo angefroren – beides eher unangenehme Vorstellungen.

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Kyo-Hosokawa-Gyobutei

Nachdem also das auch erledigt war, musste ein neuer Plan für den Rest des Tages her: ein Park am andren Ende der Stadt. Geplant, hingefahren. Der Suizenji Jojue Garden nimmt auf dem Stadtplan eine riesige grüne Fläche in Anspruch – muss also riesen groß sein und einen Besuch wert sein – dachte ich. Nun sind japanische Parks nicht gleich Parks und schon gar nicht Parks, wie wir sie uns vorstellen. Ich hätte mich eigentlich mittlerweile daran gewöhnen müssen, bestehen Tokyoter Parks – bis auf zwei: Yoyogi und Ueno – aus nur bis zu fünf Bäumen. Im Suizenji standen auch hier und da ein paar Bonsai herum, aber hauptsächlich wurde der Park mit Hügeln angelegt. Malerisch, bestimmt, hätten wir Sommer und die Hügel wären mit grünem Gras bewachsen. Bei diesigem Wetter und braunen Gras macht das irgendwie nur einen mäßigen Eindruck, aber seht selbst:


Nun gut, hätten wir ein paar Hügel gesehen.

Nach diesem glorreichen Hügelbesuch, blieb außer dem Zoo nichts übrig, das Wert gewesen wäre, besichtigt zu werden, geschweige denn den Fußmarsch, den Franzen hätte auf sich nehmen müssen (und Zoos haben wir zu Hause schließlich genug rum stehen). So beschlossen wir uns wieder zum Zentrum – alias Shopping-Center – zu begeben, um es uns dort bei „Mr. Donut“ gemütlich zu machen. Dort wollten wir die per Zufall ergatterten Postkarten beschriebsen, ein heißes Teechen trinken und nebenbei auch japanische Donats verköstigen.

Tipp: Niemals mehr als einen auf einmal essen! Ungeheuerlich süß das Zeugs.

Kurz vor 19:00 verließen wir die Lokalität, um bei der Post noch vor Schließzeit Briefmarken käuflich zu erwerben. Alles verlief reibungslos und die zehn Postkarten wurden von dem Herrn am Schalter gleich zwei Mal durchgezählt, um ja keinen Fehler zu machen. Anschließend holten wir unser gesamtes Gepäck aus dem Hostel, wo wir es den Tag über freundlicher Weise stehen lassen konnten. Dann ging es Nebensträßchen entlang zurück zum Zentrum, wo wir auf Larissa warteten, die zur verabredeten Zeit vor uns stand.

Nun kommen wir zum ominösen Ausländerbonus. In den Genuss des „Bonus“ kamen wir wahrscheinlich wegen den blonden Schöpfen (nun ja, ich bin sicherlich nicht gemeint, obwohl rote Haare, auch hier für einige verstohlene Blicke sorgen) an unserem Tisch und auch die bereits feucht-fröhlichen Stimmung am Nachbartisch dürfte eine große Rolle gespielt haben. Larissa empfahl uns ein Lokal, welches wiederum ihr irgendwann einmal empfohlen wurde und so machten wir uns auf den Weg. Das „Yokobachi“ war brechend voll, so dass wir gebeten wurden draußen zu warten, es würde nicht mehr lange dauern. OK, wir warteten. Bald war es so weit und wir setzten uns an den einzigen freien Tisch. Glück gehabt. Da ich diese Speisekarten hierzulande nicht lesen kann, musste ich mit der Bestellung leben, die aufgegeben wurde. Das Ei hat geschmeckt, mit Süßkartoffeln werde ich mich wohl nicht anfreunden können und Lotus mit japanischem Senf ist irgendwie auch nicht meine Geschmacksrichtung. Irgendwann fiel Larissas Blick auf unseren Nebentisch und stellte fest, dass das, was dort auf dem Tisch stand, lecker aussah. Irgendwie musste das die Aufmerksamkeit des Nebentisches auf uns gelenkt haben, jedenfalls stand fünf Minuten später eine Schüssel mit feurig-heißer „Suppe“ auf unserem Tisch und auch ein Teller mit Salat, Bambussprossen und Fleischstückchen obendrauf wurde serviert. Eine schon angetrunkene Frau kam herüber und teilte uns mit, dass ihr Boss uns das spendieren würde, sie hätten angeblich zu viel bestellt und würden es nicht mehr schaffen. Wir allerdings glauben, dass ihr Boss es extra bestellt hat, sich aber am nächsten Tag auch nicht mehr daran erinnern würde. Genau wie die Frau, die eine halbe Stunde später sturzbetrunken, wankend und immer mal wieder kurz einnickend zum Auto geschliffen werden musste. Egal, es hat super geschmeckt, auch wenn es verdammt scharf war. Danke, unbekannter Boss! Danach ging es mit Tram, Bahn und Autochen Roger nach Tamana zu Larissa und ins Bett.

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Ei mit Rettich und Lotus an japanischem Senf

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Japanische Süßkartoffeln und Haufen von Salat, Bambussprossen und Fleischscheibchen drüber

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Scharfe "Tunke" und das, was man mit Allem zusammen macht :D

Abenteuer Zugfahren in Japan: Von Kagoshima nach Kumamoto

ACHTUNG: Wer den Blog in gewohnter Schreib-Qualität lesen möchte, sollte sich noch etwas gedulden! Bilder, tolle Kommentare und Fehlerfreiheit folgen erst, wenn wir Zeit dafür haben! Sorry ^^V

Hinweis: es wurde daran gewerkelt (13.03.2012)!

Der tolle Plan früh morgens vor Besteigen des Zuges noch etwas am Bahnhof zum Beißen zu finden, war schnell gefasst, erwies sich aber als zu deutsch. Schließlich sind hiesige Bahnhöfe nicht immer mit einem Bistro oder einer Backstube verbunden. In einem „Family Mart“ – japanische Kaufhallenkette – wurden drei süße Gebäckstücke – so etwas wie, ich betone wie, Streuselschnecken, die aber keine sind – erworben und in der Wartehalle, immerhin beheizt, zu sich genommen. Anschließend bestiegen wir den ersten unter vielen folgenden Zügen und fuhren der nebelverhangenen Küste entlang. Franz hat die Aussicht als „mystisch“ bezeichnet, ich habe die Wahrheit erkannt und blickte ihr ins Auge: es würde wieder Mistwetter geben. Aus dem Fenster konnte ich die „Sakurajima“ erahnen. [Sakura = Kirsche, Jima = Insel]


Blick aus dem Zug auf "Sakurajima"

Zum ersten Mal in Japan konnte ich zudem große zusammenhängende Waldgebiete ausmachen – Kyushu ist eben Provinz. Irgendwann stiegen wir zum ersten Mal um. Eine Umsteigezeit von 6 Minuten ist kein Problem, da der Zug auf die Minute genau pünktlich ankam. Immer weiter ging die Fahrt durch grüne Schluchten der waldbewachsenen Hänge. Ab und zu lugte hier und da ein Fluss aus dem Dickicht hervor. Dann stiegen wir wieder um. … und wieder konnte ich Kyushus Natur betrachten.


Kyushu im Nebel

Ihr werdet euch sicher wundern, warum nur ich das konnte. Nun die Erklärung ist ganz einfach: Franz ratzt in japanischer Manier sofort nach dem Zug-Anfahrtsruckeln los. Zunächst fällt der Kopf zur Seite auf die Schulter, anschließend, anscheinend ist das Gewicht des Kopfes nicht so ohne weiteres vom Hals tragbar, fällt er immer weiter nach vorne, bis er schließlich ganz nach vorne überhängt und man sich fragt, ob er nicht gleich runterfällt. Irgendwie sieht das auch orthopädisch nicht ganz wertvoll aus, aber Franz behauptet steif und fest, das sei besser, als sich anzulehnen, dann nämlich, würde der Nacken wehtun. Glauben kann ich das zwar nicht, aber es soll jeder nach der eigenen Fasson schlafen, so. Nun ja, da sich die Sonne nicht blicken ließ und Franz natürlich schlafend den Fensterplatz okkupierte, lassen die Foto sehr zu wünschen übrig, aber sie sind Beweis genug: es gibt sie doch, Bäume auf Japan. Dann stiegen wir wieder einmal um, diesmal in den Isaburou Shinpei, den bereits erwähnten Tourizug und das Gezuckel ging mit 7minütigen Pausen weiter. Dem vorherigen Blogeintrag ist zu entnehmen, dass wir schließlich heil und pünktlich in Kumamoto angekommen sind, dass Hostel bezogen, Ramen gelöffelt und mit den Stäbchen nach Nudeln geangelt haben und den ersten Blick auf das Schloss geworfen haben. Wir sind dann dabei verbleiben, dass ihr euch überraschen lassen solltet, wo es am nächsten Tag hingehen sollte, da ja eigentlich Natur pur geplant war, wir aber nicht wussten, ob das bei dem Superwetter, das wir hatten, so sinnvoll sein würde.

Donnerstag, 8. März 2012

Japanisches Zugzuckeln

Vorgriff: es ist 21:21 und es kommt irgendein J-Drama im TV und ich versteh' kein Wort. Es geht wohl um ein Bestattungsunternehmen mit viiieeelen Problemen und gerade ist auch noch ein Geist aufgetaucht. Na ja, da kann ich ja Blögchen schriebsen :)

Bei Regen ging es los zum Bahnhof, bei Regen fuhren wir gen Kumamoto und im Regen starteten wir unseren Stadtrundgang. Das Super-Wetter vom Vortag hält also an. Um die Fahrerei mal abzukürzen: wir mussten einige Male umsteigen, fanden aber immer den richtigen Zug und kamen pünktlich in Kumamoto an. Zwischendrin hatten wir das Vergnügen einen japanischen Touri-Zug zu erwischen. Ein Touri-Zug funktioniert nach folgendem Prinzip: Eine Ladung Japaner, natürlich mit Kammera bewaffnet, steigt in den Zug, lässt sich von einer "Attraktion" (Bergkette von Nebel verhangen) zur nächsten (alte Lok) kutschieren, bekommt an der entsprechenden Stelle 7 Minuten Knippszeit eingeräumt, bevor es wieder weiter geht. Wir waren "schnell" unterwegs -_-*

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Berge, die man nicht sieht ...und... Alte Meiji-Bimmel-Lok

Endlich am vorletzten Umsteigbahnhof angelangt, musste eine Stunde Zeit genutzt werden. Zum Glück begrüßte uns schon am Bahnhofsausgang ein nettes Hinweisschild mit allen "wirklichen" Attraktionen - den einzigen "Nationalschatz" in der Präfektur Kumamoto. Nachdem der alt-ehrwürdige Schrein abgelaufen, bekuckt und auch fotofiert war, war immer noch ein bisschen Zeit übrig. Allerdings wäre Japan nicht Japan, wenn man nicht an jeder Ecke etwas finden würde, womit sich die Zeit vertrieben werden kann. In unserem Fall war das eine "Messe" aus Stein, bei der klar zu Tage trat, was ich schon immer gewusst habe: ich bin NICHT kleiner als Franz! Außerdem ein "Fuß-Onsen", also so eine Art Freiluft-Fußbad. Franzens Hunger zu stillen vermochte beides zwar nicht, aber nach Kumamoto waren es nun keine ganze 40 Minuten mehr :)

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Franz 1,70 - Anka 1,72 :D

"Fuß-Onsen"

16:00 und endlich in Kumamoto! Nachdem wir unsere Sachen im Hostel abgeladen hatten, schrie Franz nun schon etwas lauter, Madamme hätte Hunger. Gut und Schön, aber Unterwegs haben wir nun mal nichts gefunden und ich hatte keinen Hut auf, aus dem ich etwas hätte herauszaubern können - ich hatte mir also selbst nichts zu Schulden kommen lassen, auch wenn mir Franz suggerieren wollte, wir wären nicht essen gewesen, weil ich angeblich NIE Hunger hätte. Egal, es blieb friedlich :) Allerdings erklärt das, warum wir uns auf der Suche nach etwas Essbarem zu erst zum Shopping-Fressmeilen-Center aufmachten, das, wie in jeder japanischen Stadt, die etwas auf sich hält, riesengroß ist. RAMEN! Na toll, das mit den Stäbchen und dem Reis habe ich gestern schon kaum hinbekommen, wie zum Teufel soll das denn heute mit "Nudelsuppe" werden? Meine Bedenken äußerte ich aber nicht - fest entschlossen den doppelten Zweikampf (Anka - Stäbchen und Stäbchen - Nudeln) für mich zu entscheiden. Die Bilder sprechen für sich:


Anka vs. Ramen = 1:0 und geschmeckt hat es auch.
Anka vs. Stäbchen = 1:0 wenn auch knapp, Krämpfe machten sich bemerkbar...

Mittlerweile wurde es dunkel in Kumamoto, so dass das Schloss und das - wie ich es getauft habe - Samuraiviertel zwar beleuchtet aber ohne störendes Gemensch abgelichtet werden konnten. Sehr angenehm, wo es in diesem Land doch genug Japaner gibt, die ständig das Bild bevölkern ;)

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Kumamoto - Schloss uuund ............ Schlossmauer am Fluss bei Nacht.

Zurück am Flüsschen, noch einen Umweg und schwupps waren wir wieder im Hostel. (Kumamoto-Schloss werden wir uns wohl am 11.03.2012 noch bei Tageslicht ansehen.)
Nun müssen wir nur noch das Wetter abchecken, weil wir eigentlich für morgen eine Wanderung durch Kyushus Natur geplant hatten (an einem Ort, der mit "T" anfängt, dessen Namen ich mir aber nicht merken kann - Tachiyo, oder so...), die bei Regen allerdings nur mäßig Spaß verspricht. Aber es soll morgen einen Sonnenstrahl geben, ...vielleicht, ...möglicherweise, ...also hab' ich gehört. Lasst euch vom nächsten Blog überraschen!

Heute mal mit Verfassernachweis: Anka

Mittwoch, 7. März 2012

Tokyo und Kagoshima

Tokyo

Nach der Dusche war ich jedenfalls wieder Mensch, mein Rücken wieder halbwegs gerade und Tokyo hatte mich wieder. Wie auch schon bei meinem letzten Besuch, standen natürlich auch diesmal wieder Besorgungen an. Allerdings nicht so etwas einfaches wie einkaufen. Nein, es sollten Bücher in die Bibliothek zurückgebracht und ein Päckchen bei der Post abgeschickt werden. Wir waren bei der Bib und gingen auch an der Post vorbei, aber vergessene Bücher können nicht abgegeben und auch zu Hause liegengelassene Päckchen können ganz schlecht aufgegeben werden. Franzens Gedächtnis lässt eben grüßen!

--> eine weitere zur Wortmeldung von den billigen Plätzen: es handelte sich um Stress und allgemeine Ermattung - es KONNTE gar nicht an Dinge gedacht werden, die man eigentlich hätte erlegen wollen. Alle klar -_-*
Anm.: Frau hätte ja auch bemerken können, dass ich meine Bücher schlecht in der Manteltasche verstecken konnte - ergo: Was sagen können! T__T
Anm.2: (von mir) Bücher in MAangaformat würden sehr wohl in Manteltaschen passen und außerdem: WARUM SOLL ICH AN FREMDE BÜCHER DENKEN??!! An meine eigenen muss ich auch selber denken!
Anm.3: Jaja, so isse. T____T
Anm. 4: (von mir) Das wird mir zu doof ;)
Anm.5. :P Bäääätsch!
Anm. 6: (von mir) Ist diese Frau nicht peinlich? Sie will ihre Fehler einfach nicht zugeben. So, und JETZT IST SCHLUSS DAMIT!!
Anm.7: Und das letzte Wort will se auch immer haben.
Anm. 8: (von mir) Jawoll!

Dafür "besuchten" wir alltbekannte Gefilde: Hiyoshi und erkundeten neue: Roppongi. Am Abend wurde umsortiert, verpackt, ausgegraben und aus vielen Koffern, Tüten und Rucksäcken eine Reisetasche zusammengepackt.

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Roppongi Hills - ein Lichtermeer

Kagoshima

Wieder in Allerherrgottsfrühe aber doch ganze zwei Stunden später, als am zweiten Reisetag, erklommen wir wieder den Haneda-Express und bestiegen unser Flugzeug nach Haneda. Irgendwie schafften wir es an der Gepäckausgabe vorbei eine magische rote Linie zu überschreiten und durften unsere Tasche also nicht selbst vom Band nehmen. Wieder später als geplant, konnten wir endlich - samt Tasche - in den Bus nach Kagoshima-City einsteigen.

In Kagoshima begleitete uns den ganzen Tag über Super-Regen, sprich: wir hatten den ganzen Tag Super-Wetter. Kagoshima ist - um es nett ausdrücken - nicht sehr schön und ich bezweifle, dass ein Sonnenstrahl diesen Eindruck sehr abgeändert hätte. Die Stadt scheint um einen Einkaufstempel drumherum gebaut zu sein und auch unsere Wege führten uns immer wieder zu ihm zurück. Demzufolge werde ich diese Stadt auch nicht mehr schönschreiben können und so ist es wohl das Beste ich bastle noch ein paar Bilder hinzu und belasse es führ heute dabei. :)

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Kagoshima - Nebenstraße Kagoshima - Flusspromenade

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Einkaufstempel EVERYWHERE - Tenmonkan

Abenteuerplätze namens Bahnhöfe und Flughäfen

1. Teil

Die Zugstrecke Frankfurt (Oder) - Startpunkt - nach Berlin, Ostbahnhof - Zwischenstopp - ist eigentlich, normalerweise und nach Plan an diesem jenem Sonntag, den 04.03.2012, in ziemlich genau EINER Stunde mit dem Bummelexpress zu bewältigen. Doch es ist eben nicht immer so, wie man es gerne hätte. Nach zwei Stunden und einer Person auf den Gleisen stand ich am Bahngleis, fand die Bushaltestelle, stieg zwei Minuten später in den fahrbahren Untersatz, kam dort an, wo ich wollte und hatte die erste Etappe - zwar mit Hindernissen - aber doch geschafft. Kost und Logis wurde durch einenKumpel gestellt, auch das Bett, obwohl die vier Stunden kaum gelohnt haben.

2. Teil

Um es mit den Worten meines Schwesterherzchens zu sagen: in "Allerherrgottsfrühe", kurz nach 04:30 stand ich an einem Berliner S-Bahnhof und "konnte mir was abfrieren", fand im Gegensatz aber keine Möglichkeit "ein bisschen zu überwintern", da die S-Bahn - immerhin pünktlich - kam, aber saukalt war. Sehr pünktlich bestieg ich den Bus nach Tegel, wurde das erste Mal unangenehm dicht von Mensch und deren unmöglichen pickenden Gepäck (Regenschirm) umringt, weil der Bus mit jeder Haltestelle, die er ansteurte, voller und immer weiter voller wurde. Endlich da, immer noch pünktlich, stand ich am Schalter. Alle anderen Reisenden nach Paris ebenfalls. Irgendwie ging es aber nicht weiter, bis die Mundpropaganda auch zu mir durchdrang: das Gepäckband ist defekt und die Aufgabe - auch von noch so piecksendem Gepäck - konnte nicht in die Wege geleitet werden. So staute sich Minute um Minute Verspätung an... Natürlich fehlten diese Minuten in Paris. Auf den wirklich aller-, aller-, allerletzten Drücker schaffte ich es in die bereits startklare Maschine und scheuchte meine drei Sitznachbarn hoch, die sich wahrscheinlich schon gefreut hatten, dass mein Sitz frei bleiben würde.
Nach 12 Stunden ereignislosem Stillsitzen wurde es endlich spannend: Luftturbulenzen wurden angekündigt. Mit der "Tüte für eventuelle Wiederkeuer" bewaffnet, wurde das Flugzeug mit mir drin durchgeschüttelt, -gerüttelt, nicht jedoch gerührt ;) Vielleicht blieb auch deshalb der Beutel trocken. Vielleicht lag es auch an meiner Sitznachbarin, die von ihrem Vorhaben, ihr Augenmake-up zu erneuern, nicht abzubringen war - auch nicht als ein dicker Kajalstrich quer über die rechte Wange verlief. Jedenfalls lugte ich immer mal wieder hin, schließlich wollte ich eine unfreiwillige Kriegsbemalung in meinem Gesicht unbedingt vermeiden und auch die Aussicht mein Auge aufgespießt auf einem fremden Makeup-Untensil widerzufinden ließ mich auf - in dem Fall - das wichtigere Geschehen auf meinem Nebensitz konzentrieren. Die Ablenkung scheint funktioniert zu haben.
Es hätte alles schön sein können, hätte ich mein Gepäck in Empfang nehmen, den Flughafen-Express besteigen, in Ruhe umsteigen können und wäre pünktlich am verabredeten Treffpunkt erschienen. Nichts von Alledem traf zu. Mein Rucksack erschein als letztes auf'm Band - damit fing alles an. Nein, eigentlich fing es anders an: Ehrlich wie ich bin, habe ich wahrheitsgemäß angegeben, dass ich bestellte Geschenke für Freunde bei mir trage: Nutella, Haribo und Merci - alles keine industriell bedeutende Mengen, versteht sich. Natürlich musste mich wahrscheinlich der Beamte abfertigen, der unter allen anderen anwesenden, kein Englisch beherrschte UND ich war auch die letzte, sprich: keiner konnte drängeln, soll heißen: er hatte genügend Zeit für mich. Jedenfalls nahm er also mutmaßlich an, dass ich den Zettel zwar ausgefüllt, jedoch keinen Zoll bezahlen wollte, schließlich stand ich in der regulären Abfertigungsschlange. Ich musste meinen ausgeklügelt gepackten Rucksack auspacken, anschließend öffnete er die Mercischachteln, zählte die Nutellagläser und Haribotüten. Mann o Mann. Dann sollte ich meine Telephonnummer angegeben, unter der ich in Japan erreichbar sein sollte. Tja mit einer Adresse hätte ich dienen können, mit einer Telefonnummer aber leider nicht. Anschließend war der mittelmäßige Express maßlos überfüllt, der Umstieg wurde verpasst, die zweite U-Bahn ließ ich aus (sie war für MEINE Begriffe voll) und mit einer Stunde Verspätung stand ICH vor dem Treffpunkt; die erhofft anzutreffende Person aber nicht.

--> Über meinen Rücken hinweg wird mir gerade "zugeflüstert", dass nach mir gesucht wurde :)

Der Anfang vom Ende..

Hallo!

Nach sträflicher Vernachlässigung gibt es dann doch wieder einen Eintrag. O_ö Habe ich wirklich seit Neujahr nichts mehr geschrieben? Hm.. nun ja, das das liebe Gedächtnis nicht so funktioniert, wie man das so gern hätte (mein Fotoarchiv nicht zur Hand ist) und die lustigen Anekdoten auch nur eine begrenzte Haltbarkeit haben, kommt hier also ein eher zusammenfassender Eintrag.

Nach Neujahr fing die Uni wieder an und die Erledigung wichtiger Aufgaben rückte irgendwie näher: Die letzten Forschungskolloqien, der zu schreibende Artikel, die MA-Arbeit auf Japanisch... Aber so fängt man ein Jahr schließlich nicht an. Dafür gibt es Shinnen-kai, sprich: Neues-Jahr-Parties. Die jenigen, die man verabschiedet hat, muss man schließlich auch gleich wieder nett grüßen. Am 8. Januar gab es also die Neues-Jahr-Begrüßungsparty mit den Wagahi-Leuten (eine bunt gemischte Gruppe, die sich über den und den irgendwie kennen gelernt haben und ich über Nancy bzw- Gasshuku-Freunde). Gefeiert wurde - Achtung Wunder - bei Atsushi zu Hause. Soll noch einer sagen, dass das nicht auch möglich wäre! Die Eltern waren ausgesperrt, der Bruder, der kam, traute sich nicht zu uns (oh je, Gruppen-Gemisch, das wär dann doch zu viel des Guten!) und wir konnten in Ruhe Nabe (jap. Eintopf) machen und über Superhelden-TV-Shows aus den 80ern lachen.

Eine Woche und ein Abschiedstrinken mit dem Prof. des Film-Kurses später wurde es wieder kulturell - es ging am 15. Janaur, Sonntag, in die Yoshitaka Amano-Ausstellung. Die war in Yokohama und klein, aber fein.

Dem Beginn der Uni und einem Abschluss-Referat wurde dann kräftig mit zwei Konzerten entgegengewirkt, eins in Tokyo (18.1.2012) zum Einstimmen und eins in Osaka. Dort hatten Dir en grey eine Extra-Show und die durfte natürlich nicht verpasst werden. :D Allerdings war die Reise schon eine Zumutung: Am 21. ging es mit dem Nachtbus nach Osaka, wo ich mir in Allerherrgottsfrühe was abfrieren konnte, bis ich endlich ein Cafe fand, in dem ich ein bisschen überwintern konnte. Japanische Städte sind vor 9:00 Uhr einfach nicht besuchbar! Danach schlenderte ich durch die zuvor schon besuchte Dotonburi und wollte irgendetwas finden, wo ich mich möglichst Kräftesparend aufhaltenkonnte. Gelandet bin ich beim (zeitgenössischen?) Theater, wo ich zusammen mit 10 Omas in einer 3-stündigen Show saß, in der eine Schauspieltruppe be-kimonot erst tanzte, dann ein schreckliches Trauerspiel aufführte und dann wieder tanzte. Das war schon sehr putzig. Die Truppe bestand aus 5 Familienmitgliedern und einem weiteren Schaupsieler. Alle spielten sowohl Männer- als auch Frauenrollen, wobei der Höhepunkt die Tanzeinlage des Gruppenleiters in 3. Generation war - ein Tanz in ellenlangem Kimono und Schirm, für den es dann einen 10.000 Yen-Schein in den Kimono-Kragen gab. Alles in allem ein sehenswertes Stück Kultur, bis auf das eigentlich Theaterstück, was ein schreeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeecklich heeeeerzzerrrrreissendes Rührstück aus Japans vormoderner Zeit war. Ich hätt' mich bald auf meinem Stuhl gekringelt vor Lachen, wenn ich nicht gesehen hätte, wie die Ömchen gerührt an jeder schrrrrecklich überzeichneten Schauspieler-Geste und -Mine hingen. Nachdem ich damit den Nachmittag gut rumgekriegt hatte, war dann auch schon bald das Konzert. Eins, das endlich mal länger ging als knappe zwei Stunden - und mir natürlich promt das Problem einbrachte, dass der verdammte Nachtbus viel zu früh abfuhr. Wie man es auch macht... Naja, einen Stress-Sprint später hatte aber auch das geklappt.

Ein weiteres Highlight war das König der Löwen-Musical am 24. Januar, zusammen mit Yurie, Nancy & Aki, Jacqueline und Okubo. :D Für den netten Studi-Preis von 25 €. Weitere Ereignisse, die dem Lenren in den Weg gekommen sind: Jacquelines baldige Abfahrt, so dass wir vorher noch im Shimoda Pralinen zusammen gemacht haben und Janas Ankunft und Abfahrt, weswegen ich mir in Ikebukuro mal wieder mit Monja und Okonomiyaki den Bauch vollschlagen konnte.

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Damit began dann auch schon der Februar und die Lage wurde irgendwie ernster. Aber am 10. Februar hab' ich es mir nicht nehmen lassen, Kaoru in JP zu begrüßen und Noriko zu verabschieden und am Tag darauf gab' es eine lustige Veranstaltung in Roppongi, zusammen mit Yael und Larissa. Dabei sind wir doch tatsächlich auch noch jemandem über den Weg gelaufen, mit dem wir vor 2/3 Jahren zusammen im Shimoda gewohnt haben! O_ö Diese Welt ist ein Dorf. Auf der Party gab es jedenfalls einen Shamisen-Spieler zu sehen, der von einer Geige begleitet wurde und ein kurzes Kabuki-Stück mit DJ-Untermalung. Das alles in einem Club in Tokyos heißestem Distrikt, Roppongi eben, der zum Valentinstag dekoriert war. Was es nicht alles gibt.

Danach hieß es täglich mit Lena die Tische in Küche und Studier-Zimmer belegen und fleißig (& zunehmend verzweifelt) an unseren Arbeiten zu baseln. Davon wurden wir nur durch eine kleine Party am 24. erlöst, bei der unser Jahrgang und der neue Doppel-Master-Jahrgang, der aus Halle eingetroffen war, zusammen gefeiert haben.

Der Rest ist einfach nur eine unschöne Geschichte bestehend aus Arbeiten-Schreiben, nebenbei das Zimmer zusammenpacken, Sachen vorläufig bei Freunden unterstellen, tagelang sortieren, wegschmeißen, Haare raufen und vor geschlossenen Posten und Bibliotheken stehen, etc. pp. Am 29. Februar schlug dann die große Stunde, der Umzug war nicht fertgi, die Arbeit auch nicht, aber immerhin der Vortrag, denn das letzte Forschungskolloqium stand an, dessen Überleben dann erst im Karaoke und dann in Shibuya gefeiert wurde.



Und dann war ich auch schon raus aus'm Shimoda und meine Schwester stand mit Sack und Pack am Bahnhof. O_ö So schnell kann's gehen. Immerhin erlöst mich das von den nächsten Einträgen. ;)
ich,
Lest demnächst: Kagoshima!

Mittwoch, 22. Februar 2012

Februar:@_@

Nachdem Mutti schon Gesuchten-Mails losgeschickt hat, verkünde ich mal offiziell, dass ich verschüttet und vergraben (unter Bergen von Arbeit) bin. Das bleibt noch bis Ende Februar so (und ist danach hoffentlich vorbei. Oder auch nicht.) Daher bleibt der Blog erstmal ein bissl einsam.