Sonntag, 31. Mai 2026

Shoppen Shoppen Shoppen

Der Titel lässt es vielleicht erahnen; Was wäre eine Reise nach Tokyo ohne einen Anfall leicht unkontrollierten Raffens von allem, was einem so kaaawaiiii (niedlich) entgegenleuchtet? Schuldig im Sinne der Anklage. Aber 100¥ sind gerademal 54 Cent! Die Hälfte! (2012 waren es 100¥ = 1 €!) 
Der Tag fängt aber nicht vor 11:00 Uhr an,  daher war Zeit, etwas Blog zu schreiben.  Dieses nette Morgencafé in Uguisudani hatte zum Glück noch keine Zeit, die Klimaanlage auf volle Leistung zu bringen. Blogschreiben kann man heutzutage am Handy erledigen, dafür kann man die Morgenstunden gut nutzen.

Bahnhof Ueno, ist er von dieser Seite nicht eine Pracht? Ich war auf der Suche nach einer neuen Kamera (kompakt, preiswert, ihr weißt schon?  So was gab's mal.... am Ende ist es ein altes Gebrauchtmodell geworden) und einem Handyakku, den mein armes Gerät hält den Tag nicht mehr durch. Das beste Modell am hiesigen Markt ist übrigens von Anker, deutsche Firma.  

Auch Ameyoko, die Einkaufsstraße in Ueno durfte nicht fehlen. 
Ich wollte nach Asakusa, dem Mekka für Gebrauchtgeräte und außerdem habe ich gehofft, ein Restaurant mit Außensitz zu finden. Leider gibt es in Ameyoko nur komische Bars (Touristenfalle ahoi), war jetzt nicht meins. 

Immerhin habe ich etwas Neues entdeckt:  Unter den Schienen, sprich als Teil der Eisenbahnstrecke, gibt es eine Kunsthandwerkstraße (2k540 Aki-Oka Artisan) mit schön-teurem Schnickschnack. Und einem sehr gut aussehenden Café, aber – das werdet ihr jetzt öfter hören – nur für Freunde des gepflegten Schock-Frostens (soll ja jung halten oder so... 🙄)
Aber die Betonwüste von Akiba (Abkürzung für Akihabara) eignet sich zugegebenermaßen kaum zum gemütlichen terassieren. 
Gerettet hat mich dieser nette Ort, Egoland. Mir war gar nicht klar, dass Akihabara neben Neonreklame und Technikkram auch eine nette schicke Seite hat.  

Ansonsten hier die neuste Ausgabe von: Komische Gaccha (Plastikkrams aus einem Ei, den man aus Maschinen ziehen kann) 
In diesem Automaten gibt es kleine Figuren-Kindersitze. Für Hamsterfiguren.  
Ich habe mir einen kleinen Beutel gezogen in Form eines Vögelchens. :) 


Freitag, 29. Mai 2026

Eine schöne Villa mit Park - Kyu-Iwasaki-Teien

Ueno liegt in Chiyoda, ein altes Viertel voller Charme. Daher führte mich der Weg zum Anwesen der Iwasaki-Familie, den Gründern von Mitsubishi. 
Der Name Kyū-Iwasaki-tei heißt „ehemalige Iwasaki-Residenz“.
Die hatten es da ganz nett. Ganz zeitgenössisch gibt es ein zweigeschossiges Haupthaus im westlichen Stil, dahinter aber auch ein Gebäude im japanischen Stil und natürlich ein Billard-Haus im "Garten". Was man halt so hat.  ;)
Im Zimmerchen herrschten ganz angenehme Temperaturen, sogar im "Wintergarten", der doch verdächtig an japanische Verandengänge erinnert. Allerdings handelt es sich wohl um den Landhausstil aus Pennsylvania, wo der Hausherr studiert hatte.  
Aber beheizt. 
Der Überhang der Hausteile fällt recht direkt aus. 
Heute ist im japanischen Teil - neben einer öffentlichen Toilette, natürlich - auch ein Teehaus drin. 
Fein mit Klo-Schlappen natürlich. 
Japanischer Matcha-Grüntee und eine marzipanähnliche Süßigkeit. 
Sicht aus dem Garten
Mit Billard-Gartenhäusel

Ein Blick auf die überaus praktische Online-Karte verriet, dass es ein kleines Kumstmuseum in der Nähe gibt.  Das Yayoi-Museum widmet sich v.a. Illustratoren.
Obwohl ich die ausgestellte Mangaka (Comiczeichnerin) nicht kannte, hab es ganz wunderbare Original-Aqurelle zu sehen. 

Danach musste ich nun aber doch den Rückweg antreten. Im Ueno-Park gibt es zum Glück ein Restaurant mit Freisitz. Die sind rar gesäht, aber überlebenswichtig, möchte man nicht schockgefrostet werden. Die Energiesparlust der Japaner hat wohl wieder abgenommen;  Für mich sind die Innentemperaturen der Restaurants echt an der Schmerzgrenze. 🥶
Mittagessen 🤭

Am Bahnhof habe ich dann ein Ticket für den begehrten Nachtzug ergattert (erzähl ich demnächst) und dann war auch schon Zeit, um mich mit Freunden zu treffen. 
Ich beende meinen ersten Tag daher mit diesem schönen Foto eines  Bahnhofs. 

Donnerstag, 28. Mai 2026

2026 Mal wieder hier - Im Land der Toiletten!

Dann bin ich also wieder hier. 
Diesmal hat LOT mich hergebracht, war ganz nett. Für 1100€ (gebucht Ende Februar),  Economy semi-flex (sprich zwei Koffer). 
Abflug in Düsseldorf. Die Bahn hat sich nicht mit Ruhm bekleckert, aber im Flughafen selbst ging es dann zügig.  

Zwar hätte ich die Pierogi lieber als Abendbrot denn als Frühstück gehabt und weniger Turbulenzen wären auch nett gewesen, aber eine Dreierreihe nur für mich hat  sogar etwas Schlaf ermöglicht. 
Das Abendbrot war essbar. 

Diesmal war ich in einer Stunde durch Narita durch, ganz old-school unelektronisch. Da es schon Abend war, war kaum etwas los.  

Erster Stopp der Reise ist wie so oft Ueno-Park, bei der Kaffee-Kette mit dem besten Marketing und der schlauen Idee, Terassenplätze anzubieten. 
Jepp, diese Kaffee-Kette.
Die Pandas von Ueno sind die Attraktion, daher dieser schöne Briefkasten.

 Die Luft geruht zwar kaum, sich zu bewegen, aber immerhin ist es auch bewölkt bei netten 25° C. 
Pokemon sind nach wie vor überall, auch auf diesem Gullideckel in Ueno. 
Ueno ist voller Statuen. Dieser kriegerisch wirkende Herr ist immerhider erste Präsident des japanischen Roten Kreuzes.
Dieses Mal haben ich den Weg zum Tōshōgu eingeschlagen, eine Kopie des Tokugawa-Begräbnistempels  in Nikko. Der war lange Zeit verhängt und strahlt jetzt wieder in altem Glanz. 
Eine Pagode gehört auch noch dazu. 
Der arme Wachposten tat brav seinen Dienst in der Hitze. Immerhin, sollte es regnen, ist vorgesorgt: die blaue Einmann-Planen-Bude gehört ganz ihm. :) 
Und wo ich schon in Ueno war, durfte auch der Shinobazu-Teich mit Benzaiten-Tempel, Seerosen und Schwanenteich nicht fehlen. 
Allein im Ueno-Park bin ich dabei an zwei Toilettenhäuschen vorbeigekommen, der Teich ist gleich von drei weiteren umzingelt. So lässt es sich aushalten!


NOTIZ FÜR ZUKUNFTS-ICH: 
* Der Sitzplatz wird mit Freischaltung des Check-in sichtbar und ändert sich nicht, außer man tauscht. 
* Der kurze LOT- Flug hat bereits USB-C-Anschlüsse und eine recht große Sitz-Tasche, Langstreckenflug Boeing Dreamliner hat aber mur Mini-Taschen und noch die alten USB-A und den guten alten Audio-Eingang. Außerdem gibt es Flügelkopfstützen und bekommt Decke und Kissen. 
* Die SIM-Karten in Narita gibt's auf Ebene 1 am Ausgang, Sontbank-Schalter macht das rucki-zucki.